Archivierter Artikel vom 16.10.2018, 10:34 Uhr
Linz

Eifelverein erkundet das Musikantenland in der Pfalz

20 Mitglieder des Eifelvereins Linz machten sich auf, um fünf Tage in Kusel und Umgebung zu wandern.

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Foto: Irmhild Füllenbach/Eifelverein Linz

Bestens untergebracht in der Musikantenland, Jugendherberge Thallichtenberg, erkundeten wir bei schönstem Herbstwetter das bergige Umland der Burg Lichtenberg, einst Stammsitz der Grafen zu Veldenz. In der Burganlage befinden sich neben der Jugendherberge noch das Musikantenlandmuseum, das Urweltmuseum Geoskop, eine Burgkapelle, eine Zweigstelle des Pfalzmuseum für Naturkunde und ein Restaurant. Abgerundet wurde der erste Eindruck durch eine Wanderung auf dem Preußensteig. Immer mit Blickkontakt zur Burg, bewegten wir uns auf der ehemaligen Grenze zwischen Bayern und Preußen – erkennbar an den Grenzsteinen (KB und KP).

Mit Blick auf die Preußischen Berge und das Glantal führte uns die nächste Wanderung auf der ersten Etappe des Veldenz Wanderwegs in Richtung Lauterecken. Der Weg zeichnet sich aus durch An- und Abstiege in scheinbar unberührter Natur mit reinster Luft.

Ein toller Weg führte uns vor die Tore Baumholders. Die Traumschleife Bärenbachpfad ist mit viel Liebe angelegt. Jede Menge Infotafeln säumen den Weg und informieren über die Natur und die jüngste Geschichte dieser Region. Der Weg lieferte uns einen wunderbaren Rundumblick über die Pfalz und den Hunsrück. Einzigartig waren vor allem die Einblicke auf den Truppenübungsplatz Baumholder, der teils als Biotop und Rückzugsgebiet fungiert, aber auch noch militärisch genutzt wird.

Unweit der Burg Lichtenberg liegt der Remigiusberg mit Überresten der Michelsburg und der Remigiuskirche. Sie ist ein Überrest der 1127 erbauten Benediktinerprobstei. Unsere letzte Wanderung führte uns zu diesem geschichtsträchtigen Ort und lieferte uns mit Blick auf den Steinbruch eine Vorstellung der früheren Lebensweise der Menschen dieser Region.

Bei dem Besuch des Diamantschleifer-Museums in Brücken erhielten wir einen Einblick in die Erwerbstätigkeit der Menschen der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Theorie und Praxis des Handwerks wurden uns von einem ehemaligen Schleifer nähergebracht.

Die Perle des Glantals, die geschichtsträchtige Stadt Meisenheim, bildete den Abschluss unserer Wanderfreizeit. So haben wir Land und Leute dieser rauen, aber liebenswerten Region mit allen Sinnen erkundet.

Ein Bericht von Christine Dick-Hausen