Archivierter Artikel vom 25.01.2021, 12:19 Uhr
Neuwied

Dr. Jan Bollinger trifft Neuwieder Zoodirektor: Zoo muss finanziell unterstützt und zeitnah geöffnet werden

Dr. Bollinger (AfD) erkundigte sich bei Zoodirektor Mirko Thiel über die aktuelle Situation und kündigte eine Geldspende für den Neuwieder Zoo an.

Foto: privat

Der Neuwieder Landtagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz Dr. Bollinger erkundigte sich bei Zoodirektor Mirko Thiel über die aktuelle Situation und kündigte eine Geldspende für den Neuwieder Zoo an. Wegen der seit Wochen durch die Landesregierung angeordnete Schließung stehen viele Tierparks in RLP vor dem finanziellen Aus. Auch der Zoo Neuwied ist hiervon betroffen und hat es allein der großen Spendenbereitschaft der Bürger zu verdanken, dass der Fortbestand vorerst gesichert werden konnte.

Hierzu Dr. Bollinger: „Der größte Zoo in Rheinland-Pfalz erfreut sich bei Jung und Alt größter Beliebtheit. Für viele Bürger war und ist es daher eine Herzensangelegenheit, “ihren„ Zoo mit Spenden am Leben zu erhalten. Doch bei fortdauernder Schließung und hohen monatlichen Fixkosten werden die Spenden rasch aufgebraucht sein. Auch während der Schließung umhegen und pflegen über achtzig Mitarbeiter die Tiere und das weitläufige Areal, eine Kostenreduzierung ist nicht realisierbar. Kurzfristige Überbrückungshilfen können die wegbrechenden Einnahmen über mehrere Monate nicht ausgleichen.“

Bollinger weiter: „Der Zoobereich erstreckt sich über ein großes Areal, in dem Tierfreunde an der frischen Luft die Freigehege besuchen können. Wie mir Herr Thiel erläuterte, wurden schon seit dem ersten Lockdown im März vergangenen Jahres Einbahnstraßenregelungen und Abstandsregeln zum wirksamen Schutz von Besuchern und Mitarbeitern umgesetzt und immer wieder neu angepasst, aktuell gilt eine Maskenpflicht auf dem gesamten Zoogelände. Die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen durch Besuche von Zoos und Tierparks im Allgemeinen und unseres Neuwieder Zoos im Besonderen ist minimal. Es ist vor diesem Hintergrund nur schwer nachzuvollziehen, warum Zoos und Tierparks in Rheinland-Pfalz weiterhin geschlossen bleiben müssen, während sie im Saarland, in Sachsen-Anhalt und in Berlin öffnen dürfen. Wie ich von Thiel erfahren habe, wurde die zugesagte Novemberhilfe erst vor wenigen Tagen ausgezahlt. Der Zoo hat es also allein der hohen Spendenbereitschaft der Bürger zu verdanken, dass der Betrieb weiter aufrechterhalten werden konnte.“ Hierzu Dr. Bollinger: „Wir sehen wieder einmal, dass auch beim Zoo Neuwied die Bürger für die Regierung das heiße Eisen aus dem Feuer geholt haben. Die Landesregierung muss darum endlich ihrem Versprechen nachkommen und zugesagte Fördermittel schnell zur Verfügung stellen. Es kann nicht sein, dass finanzielle Hilfe erst dann gewährt wird, wenn ein existenzbedrohender Liquiditätsengpass eidesstattlich bestätigt wurde. Wo die Abstandsregeln leicht eingehalten werden können und mit einem soliden Hygienekonzept das Infektionsrisiko nahezu ausgeschlossen werden kann, muss eine Öffnung für gewisse Bereiche möglich sein. So könnten Schulkinder in den Freiluftbereichen von Zoos und Tierparks wieder Tiere und Natur erleben, was gerade in der heutigen Zeit als wichtiger Ausgleich zu Homeschooling und Kontaktbeschränkungen angesehen werden kann.“

Dr. Bollinger abschließend: „Die hohe Spendenbereitschaft der Bürger hat gezeigt, wie sehr ihnen der Fortbestand des Zoos am Herzen liegt. Auch ich werde mit einer Spende dazu beitragen, dass der Zoo Neuwied weiterhin als beliebtes Ausflugsziel erhalten bleibt. Ich bedanke mich bei Thiel für das freundliche und informative Gespräch und verabschiede mich mit dem Versprechen, mich weiterhin für eine rasche Öffnung für Zoobesucher einzusetzen.“

Bericht von: AfD