Archivierter Artikel vom 10.12.2019, 12:16 Uhr
Niederbieber-Segendorf

CDU veranstaltete Familienabend

Wie gefährlich der Einsatz in der Sahelzone ist, wo kürzlich 16 französische Soldaten beim Absturz zweier Militärhubschrauber während eines Kampfeinsatzes gegen Dschihadisten in Mali ums Leben kamen, wussten die Zuhörer.

Über seinen Einsatz in der Sahel-Zone berichtete Hauptfeldwebel Michael Cremer beim Familienabend der CDU.
Über seinen Einsatz in der Sahel-Zone berichtete Hauptfeldwebel Michael Cremer beim Familienabend der CDU.
Foto: Gerhard Neumann

Was Stabsfeldwebel Michael Cremer beim Familienabend des CDU Ortsverbandes Niederbieber-Segendorf mit Torney, Rodenbach und Altwied in Wort und Bild zu berichten wusste, betraf eher den Alltag und war aber nicht minder interessant.

Cremer war am Standort Niamy, der Hauptstadt des Nachbarlandes Niger, im Rahmen der UN- und EU-Stabilisierungsmission Mali, stationiert und gehörte zur Medical Crew auf der medizinischen Transall und darüber hinaus assistierte er dem Fliegerarzt bei der Betreuung und Versorgung der Piloten. Tagsüber wurden die Arbeiten bei bis zu 48 Grad verrichtet, während die Nacht etwas Abkühlung auf 29 Grad brachte. Über das Essen konnte Michael Cremer nicht klagen. “Unsere Truppenküche wurde von französischen Soldaten geführt, das spricht für sich“, so Cremer. Als Privatsphäre diente ein 80 Zentimeter breites Feldbett unter einem Moskitoschirm. „Das war gewöhnungsbedürftig“, erläuterte der Stabsfeldwebel, der derzeit in Büschel auf „Heimaturlaub“ ist und auf seinen nächsten Einsatz in Afghanistan wartet.

Vorsitzender Wolfgang Hardt bedankte sich im Namen der zahlreichen erschienen Gäste für die aufschlussreichen Ausführungen und die zugehörigen Fotos. Den Abschluss des Familienabends bildete eine Tombola, bei der zur Freude des Kassenwartes Stefan Busch rege Gebrauch gemacht wurde.