Archivierter Artikel vom 16.09.2021, 15:43 Uhr
Rheinbrohl

Abend der Feuerwehren der VG Bad Hönningen

Kürzlich fand in Rheinbrohl der Abend der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Hönningen statt.

Feuerwehr Bad Hönningen

Feuerwehr Bad Hönningen

Feuerwehr Bad Hönningen

Feuerwehr Bad Hönningen

Bürgermeister Jan Ermtraud und der kommissarische Wehrleiter Michael Scharrenbach konnten neben den aktiven Mitgliedern der Feuerwehren, Jugendfeuerwehr und Alterswehr auch Landrat Achim Hallerbach, BKI Holger Kurz und weitere Vertreter/innen der kommunalen Familie begrüßen.

Im Vorfeld zum offiziellen Abend im Rheinbrohler Römersaal fand an der St. Suibert-Kirche die Fahrzeugeinsegnung der beiden neuen Einsatzfahrzeuge der Verbandsgemeinde statt. Pfarrer Christoph Schwaegermann (evangelische Kirche) und Pater Magnus (katholische Kirche) segneten das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20, das neue Mehrzweckfahrzeug 1 sowie die anwesenden Einsatzkräfte und betonten den solidarischen Akt der Nächstenliebe im Brand- und Katastrophenschutz für die Bürger.

Michael Scharrenbach ging in seinem Bericht als kommissarischer Wehrleiter auf die zukunftsorientierten Investitionen ein. Das eingesegnete und nun an den Löschzug Bad Hönningen offiziell übergebene Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 im Wert von 441.000 Euro verbindet einen höheren Einsatzwert und gleichzeitig die Möglichkeit der Kostenreduzierung. Es ersetzt zwei Fahrzeuge, ein Tanklöschfahrzeug sowie den Rüstwagen. Solidarität zeigt sich auch an dieser Stelle: der nicht mehr benötigte Rüstwagen wurde nach der Flutkatastrophe der Feuerwehr der VG Altenahr kurzfristig zur Verfügung gestellt. Das neue Mehrzweckfahrzeug 1 wird durch den Löschzug Rheinbrohl insbesondere für Logistikaufgaben eingesetzt und mit verschiedenen Rollcontainern wechselweise beladen. Weitere Investitionen sind bereits angestoßen: Für den Löschzug Leutesdorf wird aktuell ein Löschgruppenfahrzeug 10 beschafft und für den Löschzug Rheinbrohl ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10. Außerdem wird das Rheinbrohler Rettungsboot generalüberholt. „Inklusive der Landeszuschüsse werden in Summe rund 1,5 Millionen Euro sinnvoll in die Sicherheit der Bürger der Verbandsgemeinde Bad Hönningen investiert“, resümierte Bürgermeister Jan Ermtraud. Er dankte den Mitgliedern der Feuerwehren und ihren Familien für das große Engagement, und erwähnte dabei auch die Arbeitskreise für die Beschaffungen die mit großem zusätzlichem, ehrenamtlichem Aufwand diese Projekte begleiten.

Jahresberichte

Im Bericht der Wehrleitung, wegen der Corona-Pandemie für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 31. Juli 2021, wurden insgesamt 519 Einsätze, 204 Übungen und 38 absolvierte Lehrgänge aufgelistet. Michael Scharrenbach ging hier auf einige besondere Einsätze ein, so beispielsweise die brennenden Güterwaggons 2019 in Unkel und ein Dachstuhlbrand diesen Sommer in Bad Hönningen. Auch den Einsatz im Ahrtal ließ er noch einmal Revue passieren. Insgesamt 99 Menschen und sechs Tiere konnten im Ahrtal, teilweise unter Lebensgefahr der eigenen Kräfte, durch die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Hönningen gerettet werden. Leider konnten nicht alle Personen gerettet werden, sodass die Einsatzkräfte auch Leichenbergungen durchgeführt haben. „Dieser Einsatz stellt eine extreme Belastung für alle Beteiligten dar“, resümierte Michael Scharrenbach, verbunden mit einem Appell an die Einsatzkräfte die Möglichkeiten der Aufarbeitung zu nutzen. Bei seinem Dank an die Einsatzkräfte betonte er: „Leider finden die Dinge, die gut gelaufen sind wenig Aufmerksamkeit und werden oft als Selbstverständlichkeit angesehen.“

Den Dankesworten und der Aufforderung zur gemeinsamen Aufarbeitung der belastenden Ereignisse schlossen sich Landrat Achim Hallerbach und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Holger Kurz an. „Sowohl die Pandemie als auch die Starkregenereignisse haben uns nochmals deutlich gezeigt, dass wir als kommunale Familie gefordert sind den Brand- und Katastrophenschutz gut aufzustellen“, sagte Landrat Achim Hallerbach und ergänzte mit BKI Holger Kurz, dass im Landkreis Neuwied bereits unter der Leitung vom ehemaligen KFI Werner Böcking wichtige Weichen gestellt wurden. Die eingeleiteten Maßnahmen, wie beispielswiese der Aufbau des Katastrophenschutzzentrums für den Landkreis, die nachhaltige Stabsausbildung für die Technische Einsatzleitung und die Anschaffung mobiler Systeme für Lautsprecherdurchsagen werden unter den aktuellen Erkenntnissen weiter vorangetrieben und teilweise ergänzt.

Im Anschluss an Jahresberichte und Grußworte standen Neu-/Wiederaufnahmen für die Jugendfeuerwehr und die Löschzüge, einige Ernennungen und viele Ehrungen auf dem Programm. Kreisjugendfeuerwehrwart Matthias Lemgen hatte eine besondere Ehrung im Gepäck. Stefan Schriedels wurde als Gründungsmitglied, Betreuer und anschließender Jugendfeuerwehrwart der VG Bad Hönningen für seine insgesamt 23-jährige Tätigkeit mit dem Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz in Gold geehrt. Fünf Kinder (Bahija Jesse, Lars Bergmann, Linell Jäger, Noah Jäger und Tim Loth) wurden in die Jugendfeuerwehr aufgenommen, sechs Einsatzkräfte (Isabell Schüller, Marcus Berg, Tobias Hartzmann, Florian Klemmer, Hendrik Sartor und Sören Steinke) sind ab sofort im Löschzug Bad Hönningen aktiv und vier Einsatzkräfte (Constantin Dasbach, Felix Frorath, Jakob Kossmann und Johannes Laumann) ergänzen den Löschzug Rheinbrohl.

Für ihre Tätigkeiten auf Verbandsgemeindeebene wurden Jugendfeuerwehrwart Martin Heinz zum Löschmeister, Philipp Zwiener als Leiter Informations- und Kommunikationswesen zum Brandmeister und Matthias Lemgen als Pressesprecher zum Oberbrandmeister ernannt. Nach erfolgtem Zugführer-Lehrgang wurde Christian Erben als Stellvertretender Wehrführer des Löschzuges Rheinbrohl zum Oberbrandmeister sowie Bastian Weber und Roman Hall zu Löschmeistern ernannt. Im Löschzug Bad Hönningen wurde ein neuer Stellvertretender Wehrführer gewählt. René Breitenbach übernimmt das Amt von Helmut Stuntz und wurde somit als Stellvertretender Wehrführer und Hauptbrandmeister ernannt. Michel Röser wurde zum Atemschutzgerätewart und Brandmeister ernannt.

Ehrungen

Das bronzene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 15-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr konnte insgesamt 29-Mal verliehen werden. LZ Bad Hönningen: René Breitenbach, Mario Breitscheid, Benjamin Friese, Sven Hendrigs, Michael Heumann, Patrick Kerres, Stefan Kochems, Nadine Loth, Patrick Persy, Frank Röser, Michel Röser, Mario Sartor und Stefan Schriedels. LZ Rheinbrohl: Christian Erben, Bastian Frömbgen, Florian Kluwig, Stefan Kluwig, Tobias Kluwig, Kai-Martin Orth, Marvin Reuschenbach, Michael Rott, Michael Scharrenbach, Sven Scharrenbach, Peter Scheidgen, Christian Stöver und Bastian Weber. LZ Leutesdorf: Steffen Bamberger, Matthias Lemgen und Kathrin Reisdorf.

Das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr, wurde an Thomas Loth (LZ Bad Hönningen) und René Adams (LZ Leutesdorf) verliehen. Das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 35-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr wurde an Jürgen Kluwig (LZ Rheinbrohl) und den kommissarischen stv. Wehrleiter der VG Bad Hönningen Uwe Reisdorf (LZ Leutesdorf) verliehen. Das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 45-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr, wurde an Reimund Scheidgen vom LZ Rheinbrohl verliehen. Ein Jubiläum von 45 Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehr verzeichneten Dieter Geesdorf, Rolf Scherhag und Wilfried Kochems (alle LZ Bad Hönningen). Ein besonderes Jubiläum feierten Bruno Kochems (LZ Bad Hönningen) sowie Bernd Loth (LZ Rheinbrohl) mit 50 Jahren und Willi Brug (LZ Bad Hönningen) mit 60 Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Die Ernennungen und Ehrungen die genannt wurden, aber an diesem Abend nicht durchgeführt werden konnten, werden bei nächster Gelegenheit nachgeholt. Zum Abschluss des Abends erhielt Fritz Hohn aus Leutesdorf ein Präsent, er blickt inzwischen auf 65 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr zurück.