Archivierter Artikel vom 18.11.2020, 10:27 Uhr
Altenkirchen

Sankt Martinszeit in der Kindertagesstätte „Traumland“

Der Herbst ist da, die Weihnachtszeit rückt näher, aber vieles ist in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie nicht so wie gewohnt.

Foto: Kindertagesstätte Traumland Altenkirchen

Auch für die Kinder, ihre Familien und die pädagogischen Fachkräfte in der Kindertagesstätte „Traumland“ im Altenkirchener Stadtteil Honneroth bedeutet dies, dass die Aktionen und Termine, die normalerweise in dieser Zeit anstehen, in Einklang mit den aktuellen Bestimmungen gebracht werden müssen. Trotzdem möchte das Kita-Team versuchen, einige schöne und besondere Aktivitäten für die Kinder und deren Familien zu organisieren. So auch in den letzten Wochen.

Foto: Kindertagesstätte Traumland Altenkirchen

Da das Laternenbasteln im Herbst eine, bei den Kindern, beliebte Aktivität ist, die ein fester Bestandteil des Jahreskreises darstellt und den Kindern eine wichtige Orientierung im Ablauf der Monate und Jahreszeiten gibt, wurde die Laternen-Bastelaktion für die Kinder in ihren Gruppen auch wie gewohnt durchführt. Denn die Laternen können die Kinder und Familie mit ihrem Licht auch bei einem abendlichen Spaziergang begleiten oder die Wohnung schmücken.

Das Sankt Martinsfest, an einem Abend Anfang November, mit dem Laternenumzug und einem großen Feuer auf dem Außengelände, konnte in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Trotzdem haben die Kinder am Vormittag des 11. November Sankt Martin in ihrer jeweiligen Gruppe gefeiert. Zum Frühstück gab es für jedes Kind einen leckeren Weckmann, die gebastelten Laternen leuchteten und schmückten den Raum, es wurden Laternenlieder gehört, die Legende des St. Martin in Rollenspielen nachgespielt und schließlich erwartete die einzelnen Gruppen im Laufe des Tages ein Sankt Martins-Kino in der Turnhalle.

Der Gedanke des Teilens, der in der Sankt Martinslegende deutlich wird, wurde auch schon vor dem 11. November aufgegriffen. Denn vor der Kindertagesstätte öffnete eine „Sankt Martin-Tauschbörse“. Mit der Aktion „MEINS wird DEINS“ hatten die Familien die Möglichkeit, saubere, gut erhaltene Kinderkleidung und Spielsachen zu spenden beziehungsweise kostenlos mitnehmen zu können. Hierzu wurde seit Anfang Oktober täglich ein Kleiderständer, mehrere Kartons und eine Kiste für Spielsachen vor die Tür der Kindertagesstätte gestellt. Wenn jemand etwas geben wollte, hängte er die Kleidungsstücke an den Ständer oder legte das Spielzeug in die Kiste. Wenn jemand etwas von den Gegenständen gebrauchen konnte, dann durfte er diese mitnehmen.

Die Aktion wurde sehr gut angenommen und die Kleidungsstücke, die nun nach fünf Wochen noch übrig waren, wurden an den Kinderschutzbund Altenkirchen gespendet. Ganz so, wie es auch in einem Lied zu Sankt Martin heißt: „Ein bisschen so wie Martin, möcht´ ich manchmal sein! Und ich will an andre denken, ihnen auch mal etwas schenken! So ein bisschen klitzeklein, möchte´ ich wie Sankt Martin sein!“

Hierzu passte dann auch die Sankt Martinstüte, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnten. Sie enthielt ein Blatt mit einer kurzen Erklärung, der Martinslegende und einen Riegel fair gehandelter Bio-Sankt-Martins-Schokolade. Denn nicht nur Kleidung und Spielzeug kann man teilen, sondern auch Essen und sogar Zeit. Deshalb bekamen die Kinder die Tüte mit dem Auftrag, die Dinge, die darin sind, mit jemandem zu Teilen. Jemand der schon lesen kann, sollte seine Zeit mit dem Kind teilen und die Geschichte vorlesen und das Kind konnte dann die Sankt Martin-Schokolade mit jemandem teilen.

Obwohl die aktuelle Situation alle sehr herausfordert, erlebten die Kinder, ihre Familien und die pädagogischen Fachkräfte viele Momente, die trotz der vorgeschriebenen Kontaktbeschränkungen und Abstandregeln ein Gefühl von Nähe, Gemeinschaft, Zusammenhalt und des „Füreinander-da-seins“ vermittelten.

„Das Team der Kindertagesstätte “Traumland„ wünscht allen Menschen weiterhin viel Kraft die anstehenden Herausforderungen zu meistern und hofft, dass es für alle immer wieder solche “Sankt Martin-Momente„ gibt die uns zeigen: “Du bist nicht alleine! Da sind andere, die an Dich denken oder denen Du helfen kannst!„ Durch Worte, durch Gesten oder eine helfende Hand. Bleiben Sie gesund!“