Archivierter Artikel vom 12.04.2018, 09:26 Uhr
Koblenz

Therapeutische Arbeit gewürdigt und deren Fortbestand gesichert

Der Lions Koblenz-Rhein/Mosel unterstützen erneut die Trauma-Ambulanz der Kinder- und Jugendhilfe Arenberg.

Auf  dem Bild  sind (von links) K. Hiemke, M. Menster, Dr. med.  T. Kalchthaler, M. Vogt und W.H.W. Schwarz zu sehen.
Auf dem Bild sind (von links) K. Hiemke, M. Menster, Dr. med. T. Kalchthaler, M. Vogt und W.H.W. Schwarz zu sehen.
Foto: LIONSCLUB Koblenz-Rhein/Mosel

Die Kinder- und Jugendhilfe Arenberg bietet seit 2009 Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche durch ihre Trauma-Ambulanz an. Die Lions Koblenz-Rhein/Mosel unterstützen diese Arbeit seit dem Jahr 2013. Aus dieser Tradition heraus und der Überzeugung, die wirksame, segensreichen Arbeit der Trauma-Ambulanz zu unterstützen, fließt auch in diesem Jahr wieder die stattliche Spende von 2.000 Euro diesem Verwendungszweck zu.

Die Hilfe kommt Kindern und Jugendlichen zugute, deren Lebensgeschichten (circa 60 Prozent Betroffene aus dem Kreis der Jugendhilfeempfänger) von Traumatisierungen, Beziehungsabbrüchen, Gewalt- und Vernachlässigungsphänomenen gekennzeichnet sind. Ihr Aufwachsen wird von Unberechenbarkeit, Ausgrenzungserfahrungen, vielfältigen Gefährdungen und Entbehrungen begleitet. Diese Erfahrungen werden innerpsychisch aufgenommen, finden teils bizarre Äußerungen im Verhalten und können sich auch in neurobiologischen Veränderungen widerspiegeln.

Die Spende von 2.000 Euro steht für circa 40 Therapiestunden oder die Psychotraumadiagnostik in circa fünf Fällen Soforthilfe, die ohne Warteliste unmittelbar ankommt.

Die Lions, vertreten durch ihren Präsidenten, Dr. med. Tim Kalchthaler, den Zweiten Vorsitzenden des FV, RA Marcus Menster sowie die Clubitglieder Klaus Hiemke und Walter H. W. Schwarz, wollen mit der Übergabe Spende an Manfrede Vogt, Leiter des Kinderheims Arenberg, zwei Zeichen setzen: zum einen die Würdigung der fachlich gebotenen traumapädagogischen und – therapeutischen Arbeit, zum anderen mit der Förderung der strukturell unterfinanzierten Trauma-Ambulanz den Fortbestand der Arbeit sichern helfen.

Durch ihr langjähriges Engagement wissen die Vertreter des LC Koblenz-Rhein/Mosel, dass weder innerhalb des Systems der Jugendhilfe noch innerhalb des kassenärztlichen Systems zeitnah und ausreichend in jedem Bedarfsfall geholfen werden kann.