Archivierter Artikel vom 17.09.2018, 14:11 Uhr
Löf/Niederfell

Musik und Menschlichkeit verzauberten im Innenhof

Gelungenes Inklusionsprojekt des Musikvereins Löf mit jungen behinderten Menschen des Herz-Jesu-Hauses Kühr in Niederfell. Der Erlös kommt der Einrichtung zugute.

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Musikverein Löf

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Niemand der mehr als 300 Zuschauer konnte sich am Freitag, den 14.September, im Innenhof des Herz-Jesu-Hauses Kühr in Niederfell der Faszination des Abends und des Dargebotenen entziehen. Was der Musikverein Löf und 18 junge behinderte Menschen des Hauses bei diesem Konzert boten, war hinreißend und ein überragender Beweis dafür, wie die Musik behinderte und nicht behinderte Menschen miteinander verbinden kann.

„Es ist unser Startschuss für 'Der Musikverein Löf hilft', und der Erlös von heute geht an das Herz-Jesu-Haus“, hatte Wolfgang Weber, Vorsitzender des Löfer Musikvereins, bei der Begrüßung gesagt. Claudia Schönershoven, pädagogische Leiterin des Hauses, dankte dafür, dass dieses musikalische Inklusionsprojekt möglich werden konnte. Rudi Zenz für den Landkreis Mayen Koblenz, Ralf Dötsch für die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel und Karl Wolf, Vizepräsident des Landesmusikrates, waren die besonderen Gäste.

Reinhard Lisecki und sein Stammorchester des Musikvereins Löf boten populäre Melodien unter anderem von „Eric Clapton“ und „Les Humphries“ aber auch klassische Werke wie das wundervolle „Concerto D’amore“, welches die musikalische Vielfalt des Orchesters einmal mehr zeigte. Bei dem bekannten Hit „YMCA“ zeigten nicht nur die musikalischen Gastmusiker ihren Spaß an der Musik, sondern auch das Publikum konnte die vier Buchstaben tanzend darstellen. Aber der unumstrittene Höhepunkt der Veranstaltung nahte, als die 18 behinderten Jugendlichen aus dem Haus Herz-Jesu auf die Bühne kamen. Wochenlang hatten sie mit Lorena Schunk vom Musikverein für diesen Abend geübt und dann zuletzt zusammen mit dem Orchester geprobt. Die Bühne bebte: es war eine Mischung aus unbändiger Freude und Herzlichkeit, gepaart mit einer Musik, die auf die Zuschauer übersprang. Und dann ein weiterer Höhepunkt zum Schluss: Reinhard Lisecki gab beim letzten Stück den Taktstock ab. Jetzt war er dran, „Kapitän Benjamin Schmitz“, der Dirigent des Herz-Jesu-Hauses. Als habe er nie etwas anderes gemacht, dirigierte er, umjubelt von seinen Mitbewohnern, den “Deutschmeister Regimentsmarsch“. Schöner war der Marsch noch nie gespielt worden.

Einen Erlös von insgesamt 4.800 Euro für die Arbeit des Hauses brachte der Abend. Es ist ein Beweis dafür, wie sehr Musik integrieren und verbinden kann. Es war ein Genuss aus Kunst und Menschlichkeit. Der Musikverein Löf hat erneut gezeigt, dass er mehr ist als ein ganz normaler Verein und dass bei dieser Aktion nicht der Spendenbetrag im Vordergrund steht, sondern die Aktion. Eine tolle Aktion für und mit Menschen mit einer Behinderung.