Archivierter Artikel vom 25.04.2018, 11:36 Uhr
Koblenz

Lesung des Fördervereins Lesen und Buch thematisiert die Schwäbische Alb

„Augenblicke – die Geburt der Kunst“ war das Thema, das Margarete Ries zu ihrem Abschied von Koblenz gewählt hatte.

Dabei stellte sie einen Text über die Geheimnisse und Schönheiten ihrer neuen Heimat, der Schwäbischen Alb, zusammen. Es ging um philosophische Betrachtungen und wissenschaftliche Texte zu den jüngsten Höhlenfunden und Entdeckungen, die alles bisher Erforschte widerlegen.

In den Höhlen der Alb fanden die Forscher in rund 40 Metern Tiefe Zeugnisse menschlicher Kultur, die auf 40.000 Jahre zurück datiert werden können und somit die ältesten bisher bekannten Funde zu diesem Thema sind, wie Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein oder auch eine kleine Frauenfigur, die „Venus vom Hohle Fels“ und viele kunstvoll gefertigte Perlen.

Natürlich durfte auch Eduard Mörike nicht fehlen, der im Biedermeier als Lehrer und Pfarrer auf der Alb lebte. Hier ging es nicht so sehr um sein lyrisches Werk, sondern mehr um seine Leidenschaft, das Sammeln von Fossilien, das er in seinem umfangreichen Werk zu humorvollen Gedichten verarbeitete.

Die Lesung in der Stadtbibliothek war so gut besucht, dass noch viele Stühle zusätzlich aufgestellt werden mussten.

Sprecher waren Margarete Ries, Traute van Aswegen und Gerold Engelmann, die Flöte spielte Eleonore Ciupka.