Archivierter Artikel vom 13.10.2021, 13:12 Uhr
Koblenz

Innovatives Projekt in Kooperation mit Caritas-Jugendtreff „Schängel der Kulturen“

Im Koblenzer Rauental findet mit „Schängel der Kulturen“ ein wöchentlicher, offener Jugendtreff für junge Migranten und Flüchtlinge statt.

Die Chemie stimmte auch bei den erlebnispädagogischen Elementen, bei denen sich innerhalb der Gruppe ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickelte.
Die Chemie stimmte auch bei den erlebnispädagogischen Elementen, bei denen sich innerhalb der Gruppe ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickelte.
Foto: Caritasverband Koblenz

Jeden Dienstagnachmittag sind interessierte junge Menschen in den X-ground, Kirche der Jugend, eingeladen. Nationalität oder kultureller Hintergrund spielen keine Rolle – jede und jeder ist willkommen. „Die Inhalte des Treffs richten sich ganz nach den Bedürfnissen unserer Gäste“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Claudia Gräfen. „Gemeinsame Freizeitgestaltung, sportliche Aktivitäten oder Projekte zu aktuellen Themen: Es geht um die Dinge, die jungen Menschen unter den Nägeln brennen.“

Die jungen Menschen mit Migrationsgeschichte freuten sich über praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder.
Die jungen Menschen mit Migrationsgeschichte freuten sich über praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder.
Foto: Caritasverband Koblenz

Im Rahmen einer Projektwerkstatt führten Lisa Olschowsky und Matthias Ludwig, zwei Studierende der Sozialen Arbeit an der Hochschule Koblenz, einen ganz besonderen Berufsorientierungsworkshop für junge Menschen mit Migrationshintergrund durch. „Find´ deinen Job in Koblenz“ lautete das Motto an fünf Nachmittagen. Ziel war es, den Teilnehmenden des Jugendtreffs Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt zu vermitteln, ihnen vor Ort in Betrieben praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufe zu gewähren und Informationen über mögliche Ausbildungsberufe zu vermitteln.

Berufsfelder hautnah erleben

Beim ersten Treffen in den Räumlichkeiten der neu entstandenen Jugendberufsagentur Koblenz sammelten die Teilnehmenden theoretische Hintergrundinformationen über den allgemeinen Arbeitsmarkt und die Chancen einer Ausbildung als Basis für eine gelingende Integration. Friseurhandwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe, Floristik, Karosseriebau oder Bibliothek: An drei Nachmittagen erhielten die jungen Menschen Einblicke in interessante und innovative Ausbildungsbetriebe. „Alle Teilnehmenden erlebten verschiedene Berufsfelder hautnah und konnten sich dank der wertvollen Informationen ein gutes Bild über ihre individuellen Zukunftsperspektiven machen“, sagt Studentin Lisa Olschowsky. „Ein großes Dankeschön an die Haarmanufaktur Koblenz, das Blumenhaus Rickenbach, das Contel Hotel, den Volk Karosserie-Fachbetrieb und die Stadtbibliothek Koblenz für die großartige Unterstützung.“ Ein abschließendes Bewerbungstraining in der Jugendberufsagentur rundete das praxisnahe Workshopangebot ab. Die jungen Menschen erhielten wichtige Tipps für die perfekten Bewerbungsunterlagen, ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch und die gezielte Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz.

Starkes Gemeinschaftsgefühl

Zwischen den informativen Stationen hatten die beiden Studierenden auch erlebnispädagogische Elemente organisiert, beispielsweise eine interaktive Stadtrallye, die bei allen Beteiligten für Spaß und Begeisterung sorgte. „Es entwickelte sich ein tolles Gemeinschaftsgefühl mit einer sehr positiven Dynamik“, ergänzt Caritas-Mitarbeiterin Claudia Gräfen. „Aufgrund der überaus erfreulichen Resonanz planen wir weitere Auflagen dieses Angebotes, um jungen Menschen mit Migrationsgeschichte den Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern.“