Die Geschichte eines Massenmörders: Wie ein NS-Verbrecher LKA-Chef wurde

1958 kam in Koblenz der Massenmörder Georg Heuser an die Spitze des Landeskriminalamts. Aus heutiger Sicht unvorstellbar: Im Landtag gab es keine große Debatte, als dies 1959 bekannt wurde. Das Parlament akzeptierte laut Protokoll ohne weitere Debatte die Worte von Innenminister August Wolters: Dass Heuser die Abteilung der Geheimen Staatspolizei beim „Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD Weißruthenien“ in Minsk geleitet hatte, habe er vertuscht – auch dank eines Bürgen, den Heuser aus Nazi-Zeiten kannte und der beim BKA aufgestiegen war. 1962 landete Heuser dann als Hauptangeklagter mit zehn Mittätern vor dem Landgericht – im größten Koblenzer NS-Prozess.

Ursula Samary Lesezeit: 2 Minuten
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