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Koblenz

Innenminister Roger Lewentz ist optimistisch: Der Bau der Nordtangente in Koblenz soll 2014 beginnen

Die lang ersehnte Nordtangente soll ab dem nächsten Jahr endlich entstehen. Äußerst optimistisch zeigten sich gestern Innenminister Roger Lewentz und Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig bei einem Ortstermin.

Die Demonstranten aus Rübenach und Metternich haben endlich Grund zur Freude: Die Nordtangente soll ab 2014 gebaut werden.
Die Demonstranten aus Rübenach und Metternich haben endlich Grund zur Freude: Die Nordtangente soll ab 2014 gebaut werden.
Foto: Peter Karges

Die konkrete Planung für den ersten Bauabschnitt steht, die Finanzierung scheint nur noch eine Formalie zu sein: Die lang ersehnte Nordtangente soll ab dem nächsten Jahr endlich entstehen. Äußerst optimistisch zeigten sich gestern Innenminister Roger Lewentz und Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig bei einem Ortstermin. "An diesem Punkt waren wir noch nie", betonte Lewentz, der OB sprach von einem "historischen Termin". Demonstranten, die zeitgleich von Metternich nach Rübenach zogen, bekräftigten derweil, wie wichtig die neue Verkehrsachse für ihre vom Verkehr geplagten Stadtteile ist.

Das Mainzer Kabinett hatte beschlossen, die Mittel für den ersten Bauabschnitt der Nordtangente in den Doppelhaushalt 2014/15 aufzunehmen (die RZ berichtete). Nun muss im Dezember "nur" noch der Landtag zustimmen, aber Lewentz ist zuversichtlich: "Es gab Vorbesprechungen, und die Reaktionen zeigen, dass man die Schwerpunktsetzung an dieser Stelle versteht." Hofmann-Göttig geht davon aus, dass auch der Stadtrat zustimmt: "Das ist ein politisch völlig unumstrittenes Projekt" – auch, weil zahlreiche neue Gewerbeansiedlungen das Verkehrsaufkommen weiter erhöhen werden.

Noch in den Nachtragshaushalt 2013 will die Stadt die nötigen Mittel einstellen, damit diese 2014 schnell zur Verfügung stehen – auch wenn noch niemand genau sagen kann, wann die Bagger denn anrollen. 4,5 Millionen Euro soll der erste Bauabschnitt in etwa kosten. Das Land übernimmt davon etwa 1,5 Millionen, die Stadt 3 Millionen Euro, wobei das Land den städtischen Anteil wiederum mit 1,8 Millionen Euro fördert. Die gesamte Verkehrsachse kann bei vierspurigem Ausbau 43 Millionen Euro kosten, "das kann man auf keinen Fall auf einmal bezahlen, also gehen wir in Schritten vor", so Bernd Hölzgen, Geschäftsführer des Landesbetriebs Mobilität. Ob der zweite Bauabschnitt, der den größten Teil der neuen Straße umfassen wird, vier- oder doch nur zweispurig ausfallen wird, ist dem OB zufolge noch offen, ebenso wie der Termin der Umsetzung.

Doch auch der erste Bauabschnitt, der in den nächsten drei Jahren realisiert wird, soll schon eine ganz neue Verkehrsverbindung ermöglichen – und zu einer Entlastung vor allem von Rübenach und Metternich führen. Gebaut wird quasi an beiden Enden der zukünftigen Nordtangente: Auf der einen Seite wird der "Ikea-Kreisel" umgebaut, auf der anderen wird ein neues Stück Straße ab der Abfahrt von der Rübenacher auf die Winninger Straße durch die Felder gebaut. Diese neue Straße trifft dann auf den Weinackerweg, der ausgebaut wird. Von hier aus kann man auf den bestehenden Straßen an Ikea vorbei auf die B 9 fahren – eine neue Route, die so zurzeit nicht möglich ist. "Das ist ein weiteres Ventil für den Verkehr, auch wenn es noch nicht optimal ist", so Hölzgen. Optimal sei die Lösung erst dann, wenn schließlich eine neue Landesstraße das Teilstück in Metternich über die Felder mit Bubenheimer Kreisel und B 9 verbindet. Das Baurecht liegt seit 2010 vor.

Stephanie Mersmann

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