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Western made in Germany: Nachschlagewerk im Buchhandel erschienen

Nach jahrelangen Recherchen in Filmarchiven und nach vielen Gesprächen mit ehemaligen Produzenten, Filmschaffenden und Schauspielern hat Reiner Boller nunmehr sein Handbuch zum deutschen Western vorgelegt. Von der Stummfilmzeit bis zur jüngsten RTL-“Winnetou“-Verfilmung werden in zahlreichen Filmbeschreibungen, in Personenporträts und Übersichtskapiteln die Besonderheiten einer ungewöhnlichen Genre-Variation dargelegt. Natürlich richtet der Autor unter anderem auch einen besonderen Blick auf die heute klassischen Karl-May-Verfilmungen der 1960er-Jahre. Kapitel über den Italowestern, die DEFA-Western sowie Abenteuerfilme nach Jack London oder über Südamerika-Expeditionen runden den Band ab.

Insbesondere die vielen exklusiven Interviews mit Filmschaffenden sowie die ausführlichen Einblicke in Produktionsunterlagen machen das Buch zu einem Standardwerk über deutsche Wildwest-Filme. Von der Stummfilmzeit an hat der deutsche Wildwest-Film seine Traditionen. Schauspieler wie Lex Barker, Pierre Brice, Stewart Granger, Hans Albers, Hellmut Lange, Gojko Mitic oder zuletzt Wotan Wilke Möhring und Nik Xhelilaj verkörperten die Männer des Westens. Das Kino- und Fernsehpublikum hält diese so ungewöhnliche wie besondere Genrevariation im kulturellen Gedächtnis. Bei seiner Aufarbeitung wurde der Westerwälder besonders von Matthias Wendlandt, dessen Vater in den 1960er-Jahren die berühmte Winnetou-Reihe produzierte, sowie von Christian Becker, dem Produzenten der RTL-Neuverfilmung, unterstützt. Reiner Boller stöberte im Berliner Bundesarchiv in den alten Produktionsunterlagen der Hans Albers-Filme, und er stieß auf Bull Arizona, einen zu Stummfilmzeiten in Deutschland produzierten und viel gelobten Western mit Hermann Basler.

Ebenso konnte der Autor kuriose Produktionsunterlagen einsehen. „Die Nazis wollten 1944 einen Winnetou-Film drehen. Hierfür wurde eigens beim Oberkommando der Wehrmacht eine offizielle Anfrage gestellt“, berichtet Boller. Der Hintergrund: Die Produzenten wollten amerikanische Kriegsgefangene als Film-Indianer rekrutieren.

  • Wilder Westen – Made in Germany ist erschienen im Mühlbeyer Filmbuchverlag, Preis: 29,90 Euro

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