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    Tödlicher Unfall bei Roßbach: Wer saß am Steuer?

    Wer steuerte bei dem tragischen Verkehrsunfall zwischen Welkenbach und Roßbach, bei dem am frühen Morgen des 26. November vergangenen Jahres drei junge Menschen im Alter von 19 bis 24 Jahren ihr Leben verloren und ein vierter schwer verletzt wurde, den Unglückswagen? Der überlebende Fahrzeughalter beteuert bis heute, dass er den Pkw nicht gelenkt habe. Gutachten sollen laut Staatsanwaltschaft jedoch zu einem anderen Resultat gekommen sein. Ein Gericht wird den Sachverhalt nun endgültig klären müssen. Prozessauftakt ist am 21. Dezember in Westerburg unter dem Vorsitz von Richter Hans Helmut Strüder.

    Bei einem Unfall bei Roßbach waren vor fast einem Jahr drei junge Männer ums Leben gekommen. Der einzige Überlebende wird sich im Dezember vor Gericht verantworten müssen.
    Bei einem Unfall bei Roßbach waren vor fast einem Jahr drei junge Männer ums Leben gekommen. Der einzige Überlebende wird sich im Dezember vor Gericht verantworten müssen.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Roßbach - Wer steuerte bei dem tragischen Verkehrsunfall zwischen Welkenbach und Roßbach, bei dem am frühen Morgen des 26. November vergangenen Jahres drei junge Menschen im Alter von 19 bis 24 Jahren ihr Leben verloren und ein vierter schwer verletzt wurde, den Unglückswagen? Der überlebende Fahrzeughalter beteuert bis heute, dass er den Pkw nicht gelenkt habe. Gutachten sollen laut Staatsanwaltschaft jedoch zu einem anderen Resultat gekommen sein. Ein Gericht wird den Sachverhalt nun endgültig klären müssen. Prozessauftakt ist am 21. Dezember in Westerburg unter dem Vorsitz von Richter Hans Helmut Strüder.

    Die vier jungen Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren waren nach den damaligen Ermittlungen der Polizei am 26. November kurz nach 7 Uhr auf der Kreisstraße 10 unterwegs zu ihrer Arbeitsstelle in Roßbach, als der Wagen, ein roter BMW, in einem Waldgebiet aus ungeklärter Ursache auf gerader Strecke von der Fahrbahn abkam, gegen einen Baum prallte und in zwei Teile zerrissen wurde. Heck- und Frontpartie wurden vollständig zerteilt.

    Die Fahrbahn soll an diesem Morgen nass, aber nicht schneebedeckt gewesen sein. Polizeibeamte fanden rund 100 Meter vom Autowrack entfernt Tierspuren im Schnee am Straßenrand, was möglicherweise auf einen Wildwechsel hindeuten könnte. Der Unfallwagen besaß keinen Versicherungsschutz, und die hintere Bereifung des BMW wies kein Profil mehr auf.

    Wer genau den Pkw gefahren hatte, das war seinerzeit schon fraglich. „Das müssen wir noch ermitteln“, sagte damals Polizeihauptkommissar Achim Grahn, Leiter der Polizeiinspektion Hachenburg. Auch die Frage, ob die Männer angeschnallt waren, sollte geklärt werden. Zu der Frage, wer in dem Unfallwagen wo gesessen hatte, waren umfangreiche Untersuchungen veranlasst worden. Nach dem Ergebnis des technischen Sachverständigengutachtens und der Beurteilung des Instituts für Rechtsmedizin der Uni Mainz, so die Staatsanwaltschaft Koblenz, sei davon auszugehen, dass der angeschuldigte Fahrzeughalter mit hoher Wahrscheinlichkeit den Wagen zum Unfallzeitpunkt gesteuert habe. Dies ergebe sich aus den vorgenommenen Auswertungen. Was die Gutachten letztlich wert sind, wird der Prozess zeigen.

    Durch die Wucht des Aufpralls waren alle Insassen aus dem Auto geschleudert worden. Am Unfallort verstarben drei der Insassen im Alter von 19, 21 und 23 Jahren, der heute 25-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Die Unfallopfer stammen aus den Verbandsgemeinden Altenkirchen und Puderbach. Der Verletzte lief zunächst noch an der Unfallstelle herum und war nur bedingt ansprechbar, bevor er in ein Krankenhaus transportiert wurde. Drei Notfallseelsorger kümmerten sich um Eltern, die zum Unfallort gerufen wurden, beziehungsweise überbrachten den Angehörigen zu Hause die schreckliche Nachricht.

    Die Eltern eines der verstorbenen Unfallopfer werden in dem Verfahren als Nebenkläger auftreten. Auch sie wollen Gewissheit darüber haben, wer das Fahrzeug gesteuert hat. Der Angeschuldigte hatte stets erklärt, dass ihr Sohn zum Unfallzeitpunkt hinter dem Lenkrad des roten BMW gesessen habe.

    Der Prozess beginnt am 21. Dezember um 9.30 Uhr am Amtsgericht Westerburg.

    Von unserem Redakteur Michael Wenzel

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