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    Westerwaldkreis

    Soldat unterstützt Rettungsdienst im Westerwaldkreis

    Der Rettungsdienst im Kreis hat Verstärkung bekommen – und zwar durch die Bundeswehr. Oberstabsarzt Dr. Igor Amann unterstützt neben seinem Dienst beim Lazarettregiment 21 Westerwald nunmehr auch die notärztliche Versorgung im Kreis.

    Dr. Amann ist als Chef der dritten Kompanie des Lazarettregiments 21 Westerwald verantwortlich für die Ausbildung und den Einsatz seiner Rettungs- und Einsatzsanitäter sowie Aufbau und Betrieb eines containergestützten Rettungszentrums. Gleichzeitig hat er im Rahmen seiner Ausbildung eine Zusatzqualifikation zum Notarzt erlangt. Um diese Qualifikation aufrechtzuerhalten, muss der Bundeswehrarzt regelmäßige Einsätze und Übungen im Krankenhaus oder im Rettungsdienst ableisten. Während eines Gesprächs mit dem Stadtbürgermeister von Rennerod, Hans-Jürgen Heene, im Rahmen der Patenschaft zwischen der Stadt Rennerod und der dritten Kompanie wurde dringender Bedarf bei der Notfallversorgung im Kreis festgestellt.

    „Im Westerwald kommen hauptsächlich die Hausärzte für die Notfallversorgung infrage. Diese müssen natürlich auch für ihre Patienten da sein, und es ist schlecht, wenn sie wegen eines Notfalls mal eben drei Stunden die Praxis verlassen müssen“, erläutert Dr. Amann die Problematik. Bei durchschnittlich einem bis zwei Einsätzen innerhalb von 24 Stunden stellt das eine nicht zu unterschätzende Zusatzbelastung für Ärzte und Patienten dar. Hinzu kommen die langen Wege im Westerwald. „Zeit ist im Rettungsdienst der alles entscheidende Faktor“, ergänzt Dr. Amann, „es gilt, dem Patienten schnellstmöglich zu versorgen, um Schlimmeres zu verhindern“. So kann bereits eine rasche Medikamentengabe, die nur durch einen Arzt verabreicht werden darf, in bestimmten Notfallsituationen über Leben und Tod entscheiden. Dank der Unterstützung durch Dietmar Lindner von der Kreisverwaltung Montabaur kam die Zusammenarbeit schnell auf den Weg. Die Lagerung der benötigten Medikamente stellte die Westerwälder Kompanie zunächst allerdings vor ein Problem. Da auch Medikamente bereitgehalten werden müssen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, mussten spezielle Behältnisse beschafft und Sicherheitsschlösser in die Türen eingebaut werden. Auch die Schutzkleidung für Notärzte stellt die Bundeswehr zur Verfügung. Letzten Endes ist die Zusammenarbeit aber für Stadt und Bundeswehr ein Gewinn. Neben der Inübunghaltung des Notarztes konnte das Rote Kreuz in Rennerod die Ausstattung des Rettungswagens aufwerten.
    Zudem kann nun direkt am Ort eine oft lebensrettende Lyse-Therapie zum Auflösen von Thromben, also Blutgerinnseln in betroffenen Gefäßabschnitten durchgeführt werden. Bleibt bei so einer fordernden Aufgabe überhaupt noch Zeit für den Dienst? Dr. Amann nickt und sagt: „Natürlich muss der Kommandeur zunächst der Verwendung zustimmen, und ich muss Sorge dafür tragen, dass meine Aufgaben in der Kompanie nicht vernachlässigt werden. Deshalb ist die Bereitschaft je nach Auftragslage auch auf einen bis zwei Tage in der Woche begrenzt.“ Ein weiterer Zeitraum wird durch Dr. Peter Kemme, gleichzeitig Leitender Notarzt für den Westerwaldkreis, abgedeckt. Ist kein Notarzt verfügbar, müssen die benachbarten Rettungsleitstellen aus Hachenburg, Westerburg, Bad Marienberg, Herschbach/Uww., Höhr-Grenzhausen oder Montabaur einspringen. Notfalls kommt der Hubschrauber aus Koblenz, dieser kann eine Strecke von 50 Kilometern in 15 Minuten abdecken.

    Montabaur Hachenburg
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