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    Oberahr

    Polizei fahndet: B 255-Falschfahrer ist noch nicht gefasst

    Der Falschfahrer, der am 30. April auf der B 255 bei Oberahr einen schweren Unfall verursacht hat, ist noch nicht gefasst. Die Polizei sucht weiter Zeugen.

    Vor drei Wochen hat ein Falschfahrer auf der B 255 bei Oberahr einen schweren Unfall verursacht. Der Mann, der vermutlich in einem Mercedes A-Klasse unterwegs war, ist weiterhin unbekannt.
    Vor drei Wochen hat ein Falschfahrer auf der B 255 bei Oberahr einen schweren Unfall verursacht. Der Mann, der vermutlich in einem Mercedes A-Klasse unterwegs war, ist weiterhin unbekannt.
    Foto: Klaus-Dieter Häring

    Bei dem Unfall ist ein 54-jähriger Familienvater aus dem Westerwald schwer verletzt worden, als er versuchte dem entgegenkommenden Auto auszuweichen (unsere Zeitung berichtete). Der Mann liegt immer noch mit Verletzungen im Krankenhaus und muss mehrfach operiert werden – ein schwerer Schicksalsschlag für die Familie. Tobias Schmidt (Name von der Redaktion geändert), der jüngste Sohn des Geschädigten, appelliert nun an alle potenziellen Zeugen, sich bei der Polizei zu melden. „Für mich ist es wichtig, dass der Falschfahrer gefunden wird“, betont der 26-Jährige. „Möglicherweise bringt er andere Menschen in Gefahr.“

    Zur Erinnerung: Der Familienvater war am späten Sonntagnachmittag des 30. April mit seinem Audi auf der B 255 bei Oberahr unterwegs. Gegen 17.30 Uhr überholte er einen Golf, als ihm auf der zweispurigen Ausbaustrecke ein Falschfahrer aus Richtung Rennerod entgegenkam. Der 54-Jährige versuchte, nach rechts auszuweichen. Dabei kam er mit seinem Wagen von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam schließlich zum Stehen. Der Falschfahrer flüchtete in Richtung Boden. Ersthelfer mussten den Schwerverletzten aus dem Autowrack befreien.

    Heute liegt der Vater dreier Söhne immer noch im Krankenhaus. Schnittwunden am Hals, Ohr und Kopf mussten genäht werden. Eine Metallkonstruktion hält seinen linken Arm in Position. Durch den Unfall war der Arm komplett verdreht. Prellungen und Schwellungen überziehen noch immer seinen Rücken, Arme, Beine und sein Gesicht. Etliche Bänder sind in seinem Körper gerissen und bereiten dem Mann Schmerzen. „Mein Vater hat sich in seinem Wagen mehrfach überschlagen“, erklärt Schmidt. „Er hat sich total verkrampft, wodurch die Bänder gerissen sind.“ Zwei Operationen hat sein Vater bereits hinter sich. Die dritte folgt bald. In ein paar Wochen wird er das Krankenhaus verlassen dürfen – allerdings nicht ohne Rollstuhl. Das Unfallopfer wird vermutlich viele Monate auf Hilfe angewiesen sein.

    Am 30. April wollte der Vater seinen jüngsten Sohn und dessen Frau nur kurz besuchen. Sie aßen noch zusammen, bevor er sich wieder auf den Heimweg begab. Kurze Zeit später rief die Mutter von Tobias Schmidt an. Wo denn der Papa bliebe, fragte sie. Ein Anruf auf dem Handy von ihrem Mann überbrachte die Nachricht – die Polizei ging ran und erzählte, was passiert ist. Wenige Minuten später versammelte sich die Familie im Krankenhaus. „Ich wollte nur noch zu ihm“, erinnert sich Schmidt. „Er sollte einfach nur wissen, dass wir da sind.“ Zwei Stunden nach dem Unfall kam dann die erlösende Nachricht: Er lebt. Drei Tage lag der 54-Jährige auf der Intensivstation. Wann der Mann wieder in seinen Beruf im Straßenbau zurückkehren kann, ist unklar.

    Es ist ein großes Glück, dass sein Vater überlebt hat. Das weiß Tobias Schmidt. Umso wichtiger sei es ihm, den Falschfahrer, der den Unfall verursacht hat, zu finden. „Vielleicht stellt er sich selbst“, hofft er. „Oder er hat anderen Menschen von dem Unfall erzählt. Vielleicht gibt es noch Zeugen.“

    Silberner Mercedes A-Klasse gesucht

    Bei dem Falschfahrer soll es sich nach Zeugenaussagen um einen Mann in einem silberfarbenen Mercedes A-Klasse, ein älteres Modell, gehandelt haben. Ähnliche Modelle werden nicht ausgeschlossen. Vermutlich hat der Wagen ein Westerwälder Kennzeichen. Nach Informationen unserer Zeitung sollen bereits 66 Autos überprüft worden sein. Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Polizei noch an. Neben der Autobahn gibt es im Westerwaldkreis zwei Stellen, wo Autofahrer falsch auffahren können: die B 255 ab Niederahr in Richtung Rennerod und die B 49 in Richtung Koblenz. Laut Polizei gab es seit 2012 nur diesen einen Vorfall mit einem Falschfahrer, bei dem es zu einem Unfall kam. Hinweise nimmt die Polizei Montabaur (02602/922 60) entgegen.

    Von unserer Reporterin Verena Hallermann

    Silberner Mercedes A-Klasse gesucht

    Bei dem Falschfahrer soll es sich nach Zeugenaussagen um einen Mann in einem silberfarbenen Mercedes A-Klasse, ein älteres Modell, gehandelt haben. Ähnliche Modelle werden nicht ausgeschlossen. Vermutlich hat der Wagen ein Westerwälder Kennzeichen.

    Nach Informationen unserer Zeitung sollen bereits 66 Autos überprüft worden sein. Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Polizei noch an. Neben der Autobahn gibt es im Westerwaldkreis zwei Stellen, wo Autofahrer falsch auffahren können: die B 255 ab Niederahr in Richtung Rennerod und die B 49 in Richtung Koblenz. Laut Polizei gab es seit 2012 nur diesen einen Vorfall mit einem Falschfahrer, bei dem es zu einem Unfall kam. Hinweise nimmt die Polizei Montabaur (02602/922 60) entgegen.

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