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Oberelbert

Oberelbert plant ein Wohnprojekt für Senioren

Die Ortsgemeinde Oberelbert plant ein Wohnprojekt für Senioren auf einem Grundstück neben der Stelzenbachhalle. Wünschenswert wären 12 bis 15 vermietbare Wohnplätze und zwei Wohnungen, berichtet Ortsbürgermeister Karl Jung im WZ-Gespräch. Das Projekt soll nach Möglichkeit in Kooperation mit einem Pflegedienst realisiert werden.

Foto: Thorsten Ferdina

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

Außerdem prüft die Gemeinde derzeit, ob sich ein Investor für ein derartiges Gebäude finden lässt oder ob die Kommune als Bauherr auftreten sollte. Selbst betreiben könne die Gemeinde ein solches Wohnprojekt freilich nicht, ergänzt Jung. Das übersteige die Möglichkeiten des 1100-Einwohner-Dorfs.

Vorbild könnte laut Jung die jüngst eröffnete Senioren-Wohngemeinschaft "An der Bach" in Langenhahn sein. In dem Haus haben bis zu zwölf ältere Menschen in einer Wohngemeinschaft Platz. Außerdem können dort zwei Familien in separaten Wohnungen leben. Die Bewohner bleiben so selbstständig wie möglich. Falls Pflegeleistungen benötigt werden, bietet der Träger der Einrichtung, ein örtlicher Pflegedienst, diese an. Die Idee, ein ähnliches Projekt in Oberelbert zu realisieren, kam dem Gemeinderat nach einer Einwohnerbefragung im Rahmen der Dorfmoderation, bei der alle Bürger über 55 Jahren Wünsche zu ihrer künftigen Wohnsituation äußern konnten. 94 Oberelberter beteiligten sich an der Aktion.

Es zeigte sich, dass die Mehrheit der Menschen schon sehr lange im Dorf wohnt und dort ein Eigenheim besitzt. Die meisten Leute wollen in ihren eigenen vier Wänden bleiben, so lange es möglich ist. Falls der Alltag mit einem großen Haus und einem weitläufigen Grundstück aber doch irgendwann zu beschwerlich wird, könnte der Umzug in ein Seniorenwohnprojekt eine Alternative sein. Denn viele der Befragten würden zumindest gerne in ihrer Heimatgemeinde bleiben, wenn das Leben im eigenen Haus nicht mehr möglich ist. Immerhin jeder Dritte der Befragten könnte sich einen Wohnungswechsel innerhalb des Dorfs unter solchen Umständen vorstellen.

Günstig ist in Oberelbert, dass die Gemeinde noch über ein unbebautes Grundstück neben der Stelzenbachhalle verfügt. In einem Anbau des Bürgerhauses befindet sich zudem der Dorfladen für die Nahversorgung mit Lebensmitteln. Der Bauplatz für eine Senioren-WG läge also mitten im Ort. Die Bewohner könnten deshalb ohne größere Probleme am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Mit einem klassischen Seniorenheim wolle man jedoch nicht konkurrieren, ergänzt der Ortschef. Es gehe eher darum, die Menschen von der regelmäßigen Gartenarbeit, dem Kehren der Straße oder dem Putzen eines großen Hauses zu entlasten. Betrieben werden derartige Wohnprojekte oftmals von ambulanten Pflegediensten, die bei gesundheitlichen Einschränkungen helfend eingreifen können. Angesichts des demografischen Wandels rechnet Jung damit, dass in den kommenden Jahren noch mehr ähnliche Häuser entstehen. "Die Angebote in diesem Bereich werden vielfältiger", sagt der Ortsbürgermeister.

Bis zur Realisierung ist es in Oberelbert allerdings noch ein weiter Weg. "Wir haben Gespräche mit Pflegediensten begonnen", sagt Jung. "Es sind aber noch viele Fragen zu klären." Die Umsetzung sei deutlich aufwendiger als ein herkömmliches kommunales Bauprojekt, bei dem kein Betreiber für die folgenden Jahre gesucht werden muss – aber die Gemeinde will nichtsdestotrotz am Ball bleiben.

  • 88 Prozent der befragten Oberelberter über 55 Jahre bewohnen ihr eigenes Haus und würden dort gerne auch im Alter bleiben.

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