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Montabaur

Labrador lag trauernd neben seinem toten Herrchen: Jetzt braucht er ein neues Zuhause

Thorsten Ferdinand

Vergnügt wedelt der 14-jährige Labrador Felix mit seinem Schwanz und freut sich über ein paar Streicheleinheiten von Tierheimleiter Harald Lind. Der liebenswerte Hund hat schlimme Tage hinter sich. Die Polizei holte ihn Ende Oktober aus einem Haus in der Verbandsgemeinde Montabaur, weil sein Herrchen verstorben war. Der Mann lag tot in seiner Wohnung und sein Hund war noch bei ihm, berichtet Lind. Im Tierheim wurde Felix wieder aufgepäppelt. Er vermisst sein Herrchen immer noch, inzwischen geht es ihm aber körperlich wieder besser. Er muss zwar noch tierärztlich behandelt werden, wäre aber grundsätzlich in eine Pflegefamilie zu vermitteln, sagt Harald Lind.

Labrador Felix sucht ein neues Zuhause.
Labrador Felix sucht ein neues Zuhause.
Foto: Thorsten Ferdinand

Der Leiter des Tierheims hofft, dass sich ein neues Zuhause für den Vierbeiner finden wird. „Die Vermittlung von älteren Hunden ist allerdings schwierig“, weiß Lind. Mit 14 Jahren hat der Labrador keine hohe Lebenserwartung mehr. Zudem kränkelt er ein wenig, da er zuletzt zu wenig Auslauf hatte und etwas zu schwer geworden ist. Außerdem muss ein Tumor an seinem Hinterteil behandelt werden. Lind hofft nichtsdestotrotz, dass sich vielleicht ein Tierliebhaber mit Herz findet, der den Labrador aufnehmen möchte. Auf eine Vermittlungsgebühr würde das Tierheim trotz der Behandlungskosten in einem solchen Fall verzichten, ergänzt Lind.

Ein ähnliches Schicksal erlebte der Foxterrier Fly. Der kleine und muntere Hund wurde aus einer Wohnung in der Verbandsgemeinde Wirges gerettet. Nachdem sein Halter eine Haftstrafe angetreten hatte, sollte sich eigentlich dessen Lebensgefährtin um den Foxterrier kümmern. Doch die Frau ließ den Hund einfach in der Wohnung zurück und verschwand.

Nun ist auch Fly im Montabaurer Tierheim untergebracht. „Er war zunächst etwas ängstlich, ist inzwischen aber sehr zutraulich“, berichtet Lind. Das Alter des kleinen Hundes schätzt er auf etwa sechs Jahre. „Der hat richtig Power und Lebensfreude“, sagt der Tierheimleiter. Vermitteln kann er Fly derzeit aber trotzdem nicht. Es muss zunächst mit dem inhaftierten Halter abgeklärt werden, ob er den Hund hierfür freigibt, sagt Lind. Andernfalls müsse der Foxterrier unter Umständen im Tierheim bleiben, bis der Mann aus der Haft entlassen wird. Das Schicksal der Tiere in seiner Einrichtung berührt den Leiter immer wieder. Entsetzt muss er mitunter feststellen, dass Menschen ein Haustier anschaffen und es schon beim ersten Problem aussetzen oder einfach in einer Box vor dem Tierheim abstellen. Wenn Menschen einen Hund nach zwei Tagen bei ihm abgeben und sagen, es klappe einfach nicht, kann Lind nur mit dem Kopf schütteln. „Man muss einem Tier doch erst einmal eine Chance geben“, findet er.

Kontakt zum Tierheim unter Telefon 02602/180 826.

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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