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    Kunst: Hachenburgs "Goldjunge" Albert Bendel zeigt seine Werke

    Albert Bendel (92) ist wahrlich ein „Goldjunge“. Warum, das zeigt er unter anderem aktuell in einer Ausstellung.

    Hachenburgs "Goldjunge" Albert Bendel (92) stellt zurzeit im Foyer der Westerwald Bank aus.
    Hachenburgs "Goldjunge" Albert Bendel (92) stellt zurzeit im Foyer der Westerwald Bank aus.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

    Während und nach seiner beruflichen Tätigkeit als selbstständiger Malermeister hat der inzwischen fast 93-jährige Hachenburger in seiner Heimatstadt viele verschiedene Bauwerke ehrenamtlich (lediglich die Materialien mussten bezahlt werden) veredelt: Seien es Wetterfahnen auf Kirchturmspitzen, der Löwe auf dem Brunnen oder das Dächlein am Gasthaus Zur Krone. Solche Großprojekte im öffentlichen Raum schafft er inzwischen körperlich nicht mehr, und so hat er sich in den vergangenen Jahren verstärkt anderen Objekten gewidmet: In dieser Zeit hat er unzählige Dekorationsartikel vergoldet, die er gerne zu verschiedenen Anlässen (oder auch ganz ohne konkreten Anlass) an nette Menschen verschenkt. Ein Ausschnitt von Bendels Schaffen ist zurzeit im Foyer der Westerwald Bank in Hachenburg zu sehen, wo der rüstige Rentner noch bis in den Oktober hinein ausstellt.

    In zwei Glasvitrinen sind beispielsweise hübsche Schmuckkästen, Devotionalien (also religiöse Gegenstände), Kugeln, Blattskulpturen, Skulpturen in Buchform und vieles mehr zu sehen. Die Schmuckkästchen etwa werden mit Blattmetallen versehen, die dann oxidiert werden und dadurch ihre ganz individuellen Farben und Effekte erhalten. Die Rohlinge dafür kauft Bendel im normalen Handel, durch seine Handarbeit wird dann jedes Kistchen ein echtes Unikat. Seit Ende der 90er-Jahre schon hat der Hachenburger diese Schatullen in seinem „Sortiment“, das er in unzähligen Stunden in seinem Haus herstellt.

    Ein richtiges Markenzeichen des Malermeisters, der Ende dieses Monats 93 wird, sind lachende Sonnen aus Gips, für die er selbst die Formen entwirft, die Objekte anschließend gießt und dann vergoldet. Mehr als 100 dieser Sonnen hat der aktive und lebenslustige Senior inzwischen produziert, von denen es etliche, vor allem durch Bendels in Brasilien lebende Tochter Marga, in alle Welt (Kanada, China etc.) geschafft haben. Die Sonnen sind ein schönes, passendes Bild für das sonnige Gemüt des Rentners.

    Aber auch aus Kastanien kann man hübsche Accessoires „zaubern“, wie der Hachenburger bereits mehr als 300 Mal in Form veredelter Kastanienketten unter Beweis gestellt hat. Manchen Haushalt und manches Büro in der Löwenstadt (und weit darüber hinaus) schmücken diese Ketten schon. Das Ungewöhnliche ist: Kaufen kann man all diese Artikel nicht. Sie wechseln ausschließlich als Geschenk den Besitzer. „Ich möchte meinen Mitmenschen eine Freude bereiten“, sagt Albert Bendel großzügig lächelnd.

    Gerade weil der 92-Jährige schon so viel unentgeltlich für seine Stadt und deren Bewohner getan hat, kam Kundenberaterin Anne Nink von der Westerwald Bank vor einiger Zeit auf die Idee, Bendel im Foyer des Bankhauses ein Forum zu bieten. „Er macht so viel ehrenamtlich, da hat er eine eigene Ausstellung einfach mal verdient“, betont sie.

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