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    Kommentar von Hans Georg Egenolf: Architekt für das Bistum gesucht

    An Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst durften ein paar Leute offensichtlich richtig gut verdienen. Die ungezügelte Lust am Gestalten "seines" neuen Domizils haben sich einige, nennen wir es zurückhaltend geschäftstüchtige, Auftragnehmer offenbar mit Eifer zunutze gemacht. Sie offerierten Tebartz-van Elst nicht nur das Beste vom Besten, sie haben es zudem auch noch völlig überzogen abgerechnet. Das kommt das Bistum teuer zu stehen und betrifft selbst den noch nicht benannten Nachfolger des emeritierten Bischofs. Laut Gordon Sobbeck, Finanzdezernent des Bistums Limburg, wird es einiger Anstrengungen bedürfen und lange dauern, die finanzielle Schieflage des Bischöflichen Stuhls gerade zu rücken und die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass auch der künftige Bischof seinen Aufgaben angemessen nachkommen kann.

    Es ist also nicht nur die ideelle Altlast Tebartz-van Elst, mit der sich der nächste Oberhirte auseinandersetzen muss. Allerdings darf man trotz bilanzieller Defizite in Millionenhöhe wohl auch davon ausgehen, dass es dem Bistum Limburg insgesamt bei einem Vermögensvolumen von rund 1 Milliarde Euro nicht allzu schwerfallen wird, die Verschwendungssucht eines einzelnen Würdenträgers wirtschaftlich zu kompensieren.

    Viel komplizierter wird es aber werden, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und Glaubwürdigkeit auszustrahlen. Das scheint eine echte Sisyphosaufgabe zu werden. Weihbischof Manfred Grothe, der von Rom eingesetzte Administrator, hat dazu unter anderem mit einer bis dahin nicht gekannten Transparenz die Finanzen des Bistums offenlegen lassen und damit eine beachtliche Aufbauarbeit geleistet. Jetzt aber wird es höchste Zeit, dass dieses Bistum mit einem neuen Bischof eine neue Perspektive, ein geistliches Leitbild entwickeln kann. Es geht wieder und doch ganz anders um die Lust am Gestalten, es geht um den Neubau der Kirche im Bistum Limburg. Rom sei gesagt: Für diesen Auftrag hat die Diözese den bestmöglichen Architekten verdient!

    Bistum Limburg dringt nach Finanzskandal auf SchadenersatzBistum verlangt Wiedergutmachung Die Vermögensverwaltung wird neu geordnet
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