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Rheinland-Pfalz/Westerwaldkreis

Junge Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz: Viele Probleme für Kreise

Seit dem 1. November ist das neue Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher, kurz UMA genannt, in Kraft.

Viele junge Menschen, die noch keine 18 Jahre alt sind, sind ohne Begleitung aus den Krisengebieten geflüchtet.
Viele junge Menschen, die noch keine 18 Jahre alt sind, sind ohne Begleitung aus den Krisengebieten geflüchtet.
Foto: dpa

Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

Es ist eine Reaktion auf den Anstieg der Zahl der Zuwanderer. Seine Umsetzung stellt auch den Westerwaldkreis vor einige Probleme, wie der Leiter des Kreisjugendamtes im Jugendhilfeausschuss deutlich machte. Udo Sturm berichtete aber auch von ersten erfolgreichen Ansätzen und nannte aktuelle Zahlen.

Bisher hat der Kreis 43 Jugendliche und Kinder aufgenommen, die allein auf der Flucht sind; ziemlich genau doppelt so viele, nämlich 87, müsste er eigentlich aufnehmen. Und das stellt nur eine Übergangsregelung dar, betonte Sturm. Denn nach dem Königsteiner Schlüssel muss sich der Kreis sogar auf 146 junge Flüchtlinge einstellen. „Fraglich ist, ob die jetzt angestrebten Plätze, die oft erst Ende des ersten Quartals 2016 oder im zweiten Quartal fertiggestellt sein werden, in der Summe ausreichen“, bezweifelte der Jugendamtschef. Immerhin: Die ersten jungen Flüchtlinge wurden schon von Pflegefamilien aufgenommen.

„Der Gesetzgeber hat den Kommunen wenig Zeit zur Umsetzung zugebilligt. Dies ist vor allem für die Schaffung von Inobhutnahme- sowie Regelplätzen für einen dauerhaften Verbleib schwierig oder fast unmöglich“, stellte Sturm fest. Derzeit liefen allerdings schon einige konkrete Verhandlungen und Maßnahmen. Mit großem Aufwand, nach vielen Gesprächen und Terminen mit freien Trägern, konnte erreicht werden, dass die nachfolgenden Plätze geschaffen werden können: 12 in Herschbach/Uww., 15 in Hübingen, 33 (plus 8 Überbelegungen) in Dernbach, 16 in Nister, 6 (plus 1 Überbelegung) in Kroppach. Dazu kommen 18 Plätze in einer Notunterkunft in Pottum zur Vermeidung von Obdachlosigkeit. Geplant sind weitere Unterbringungsmöglichkeiten in Wallmerod und Höchstenbach. Neben den eigentlichen Plätzen stellt die Gewinnung von geeignetem Personal die größte Hürde da, machte Sturm deutlich.

Der Personalaufwand im Jugendamt ist immens. So werden allein für rund 50 Vormundschaften drei neue Vormünder benötig. Dazu kommen neue Mitarbeiter für den Sozialen Dienst, den Pflegekinderdienst und für die Sozialpädagogischen Familienhilfen, wenn die Jugendlichen bei Verwandten untergebracht werden.

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