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Heiligenroth

Heiligenroths Ortschef Erich Herbst sagt im Herbst Adieu

Susanne Willke

Schon als 15-Jähriger besuchte er Ratssitzungen, mit 24 Jahren wurde er Gemeinderatsmitglied und im Jahr 2002 Ortsbürgermeister von Heiligenroth: Nun aber legt Erich Herbst aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zum 1. Oktober nieder. Die geplante Neuwahl Ende Oktober fällt aus, weil sich kein Kandidat gefunden hat. Deshalb hat der Gemeinderat am kommenden Dienstag darüber zu entscheiden, wer das Amt bis zur nächsten Kommunalwahl im Mai 2019 übernehmen soll. Dabei dürfen die Ratsmitglieder nicht nur auf die eigenen Reihen zurückgreifen, sondern auch Heiligenröther Bürger benennen und wählen.

In vier Urwahlen stellten die Heiligenröther klar, dass sie Erich Herbst als Ortsbürgermeister haben wollen. Nun zieht sich der 69-Jährige nach 18 Jahren vorzeitig aus dem Amt zurück.  Foto: Sascha Ditscher
In vier Urwahlen stellten die Heiligenröther klar, dass sie Erich Herbst als Ortsbürgermeister haben wollen. Nun zieht sich der 69-Jährige nach 18 Jahren vorzeitig aus dem Amt zurück.
Foto: Sascha Ditscher

Mit rund 1400 Einwohnern und einem großen Gewerbegebiet mit rund 2300 Arbeitnehmern ist Heiligenroth keine kleine Gemeinde, betont Erich Herbst. Das bedeute auch eine große Verantwortung. „Trotz allem tut es mir auch weh, dass ich jetzt loslassen muss“, sagt er kurz vor Ende seiner Amtszeit. Die Arbeit insbesondere auch mit den Vereinen habe ihm immer großen Spaß gemacht, und eigentlich habe er auch noch einige Projekte auf der Agenda gehabt. Aber die Gesundheit gehe eben vor.

Doch nach 18 Jahren ist die Agenda der abgearbeiteten Themen ohnedies schon sehr lang. Denn bereits als Erster Beigeordneter fiel ihm von 1994 bis 2002 der Geschäftsbereich Bauplanung und Grundstückswesen zu, der sich in dieser Zeit auch um den Neubau der ICE-Strecke drehte. Damals war geplant, diese Strecke in offener Bauweise an Heiligenroth vorbeizuführen. Erich Herbst war maßgeblich an Gesprächen und Schriftverkehr mit Bundes- und Landesbehörden beteiligt, um die Strecke zumindest teilweise in einen Tunnel zu verlegen. Das Ziel wurde erreicht. Im Jahr 2002 wählten ihn die Heiligenrother zum Ortsbürgermeister. Schon zu dem Zeitpunkt war er in die Belange der Gemeinde Heiligenroth eingearbeitet. In den folgenden Jahren brachte er die Industriegebiete Illbach und Auf der Birke voran und in der Folge die Ansiedlung vieler Firmen. Zudem wurde das Baugebiet Am hohlen Weg erschlossen. Darüber hinaus entstanden unter seinem Mitwirken ein Mehrgenerationenplatz, ein neuer Bauhof und ein Kunstrasenplatz mit Multifunktionsplatz. Denn auch für die Vereine hatte er immer ein offenes Ohr und sorgte dafür, dass sie alle einen festen Platz in der Gemeinde haben. Mit Stolz blickt er zudem auf zwei Preise beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und die 800-Jahr-Feier im Jahr 2011 zurück.

Als Heiligenrother Bürger wird ihn all das auch weiter interessieren, aber seine Zeit möchte er von nun an lieber für seine Enkel aufsparen, denn als Opapa ist er schon jetzt regelmäßig und mit Hingabe eingespannt. Nur den Kreisrechtsausschuss, dem er seit 30 Jahren angehört, den möchte er weitermachen. Als Ortschef bedankt er sich für die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten und Beigeordneten, auch bei der Verwaltung und den Vereinen.

Wer am 1. Oktober Ortsbürgermeister von Heiligenroth wird, darüber entscheidet der Gemeinderat am Dienstag, 18. September, um 19.30 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Gemeindezentrum.

Von unserer Redakteurin
Susanne Willke
Montabaur Hachenburg
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