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    Ehemaliges Fuhrländer-Gelände: Auch FWT Service stellt den Insolvenzantrag

    Nachdem Anfang des Jahres die FWT energy GmbH mit Sitz in Waigandshain (früherer Standort des Windkraft-Pioniers Fuhrländer) beim Amtsgericht in Montabaur einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen gestellt hatte, musste nunmehr die Schwestergesellschaft, die FWT Service DE GmbH, als internationaler Anbieter im Bereich Service, Wartung und Errichtung von Windkraftanlagen tätig, den gleichen Weg antreten. Der Geschäftsbetrieb läuft derzeit noch in vollem Umfang weiter.

    Foto: wez

    Wie auf Nachfrage unserer Zeitung zu erfahren war, hat die Firma Förde WindWerk aus Kiel einen Kauf- und Übertragungsvertrag über einen Großteil der schuldnerischen Vermögensgegenstände (Anlage- und Umlaufvermögen) der insolvent gegangenen Firma FWT energy in Waigandshain abgeschlossen. Hierdurch, so hieß es, habe ein Teil der Arbeitsplätze erhalten bleiben können. Ein großer Teil der übrigen Belegschaft von FWT wurde in neue Beschäftigungsverhältnisse vermittelt. Für die Auszubildenden wurden ferner mit Unterstützung des ehemaligen Ausbildungsleiters neue Lehrstellen gefunden, berichtete der Insolvenzberater, Rechtsanwalt Alexander Römer. Die weitere Abwicklung in diesem Insolvenzverfahren dauert aktuell an.

    Die FWT energy GmbH mit Sitz in Waigandshain (früher Standort des Windkraft-Pioniers Fuhrländer) hatte im Januar dieses Jahres beim Amtsgericht in Montabaur einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen gestellt. Zu den genauen Hintergründen für die wirtschaftliche Schieflage erklärte eine Unternehmenssprecherin damals, dass die Firma nicht überschuldet, sondern lediglich nicht liquide sei. Ursache hierfür seien fehlende Millionen aus verschiedenen Projekten, die insbesondere aus politischen Veränderungen in der Ukraine, in Polen und Russland resultierten. Als vorläufigen Insolvenzverwalter setzte das Gericht Rechtsanwalt Alexander Römer, Partner der Görg Insolvenzverwaltung, ein. Der Geschäftsbetrieb von FWT wurde am Verwaltungs- und Produktionssitz in Waigandshain im Zeitraum der vorläufigen Insolvenzverwaltung vom 23. Januar bis 31. März dieses Jahres unter der Aufsicht des Insolvenzberaters mit rund 60 Mitarbeitern fortgeführt. „Gemeinsam mit der Geschäftsleitung habe ich unmittelbar nach Insolvenzantragstellung Sanierungsmaßnahmen eingeleitet. Anhand der Liquiditätsplanung zeichnete sich jedoch ab, dass eine längerfristige Fortführung des Geschäftsbetriebs unter voller Kostenlast nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht möglich sein würde“, skizziert Römer die seinerzeitige wirtschaftliche Situation von FWT energy. Der Investorenprozess war laut Insolvenzberater darauf ausgerichtet, den Geschäftsbetrieb direkt nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens an einen Investor zu veräußern. Demnach wurden gezielt Unternehmen angesprochen, die innerhalb dieses vergleichsweise kurzen Zeitraums die notwendigen Prüfungen vornehmen und eine Übernahme bewerkstelligen können. Letztlich konnten mehr als 350 in- und ausländische Branchenunternehmen sowie Finanzinvestoren kontaktiert werden. „Im Ergebnis haben sich 44 Unternehmen für die FWT-Gruppe interessiert, Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnet und sind in den Prozess eingestiegen“, so Römer weiter. Doch trotz aller Bemühungen hätte eine Veräußerung unmittelbar nach Insolvenzeröffnung nicht realisiert werden können. Mit Beschluss des Insolvenzgerichts in Montabaur vom 6. Oktober wurde nunmehr Rechtsanwalt Joachim Gläser aus Montabaur zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der FWT Service DE GmbH bestellt. Die Löhne und Gehälter aller Mitarbeiter werden durch Insolvenzgeld abgesichert, so Gläser. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat bereits erste Kontakte zu potenziellen Kaufinteressenten für die Assets der FWT Service DE GmbH aufgenommen. Ziel seiner Strategie sei die möglichst schnelle und umfassende Sanierung des Unternehmens, um möglichst viele Arbeitsplätze in der Region zu erhalten, sagte der Insolvenzberater.

    Von unserem Redakteur Michael Wenzel

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