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Hahn am See/Elbingen

Drei Anlagen errichtet: Windpark "Elbinger Lei" ist nun in Betrieb

Angela Baumeier

Auch wenn dicke Nebelschwaden die Rotorblätter verhüllten, blickten die „Macher“ mit Stolz in die Höhe, als sie mit einem symbolischen Knopfdruck den Windpark „Elbinger Lei“ offiziell in Betrieb nahmen. Errichtet wurden drei Anlagen, die nun Strom für rund 25.000 Menschen produzieren. „Damit ist die Verbandsgemeinde Wallmerod hinsichtlich der Stromproduktion autark, wir produzieren viel mehr Strom, als wir selbst verbrauchen können“, betonte Klaus Lütkefedder, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod.

Mit einem symbolischen Knopfdruck startete der Windpark „Elbinger Lei“. Aufs Knöpfchen drückten (von links): VG-Bürgermeister Klaus Lütkefedder, Ortsbürgermeister Maik Daubach (Elbingen), Betreiber Carlos Merz, Ortsbürgermeister Thomas Klein (Hahn am See), Ortsbeigeordnete Klaudia Hannappel (Hahn am See), Wilderich Graf von Walderdorff und Norbert Munsch (Ortsbeigeordneter Elbingen). Foto: Röder-Moldenhauer
Mit einem symbolischen Knopfdruck startete der Windpark „Elbinger Lei“. Aufs Knöpfchen drückten (von links): VG-Bürgermeister Klaus Lütkefedder, Ortsbürgermeister Maik Daubach (Elbingen), Betreiber Carlos Merz, Ortsbürgermeister Thomas Klein (Hahn am See), Ortsbeigeordnete Klaudia Hannappel (Hahn am See), Wilderich Graf von Walderdorff und Norbert Munsch (Ortsbeigeordneter Elbingen).
Foto: Röder-Moldenhauer

Bevor der symbolische Knopfdruck erfolgte, ging Lütkefedder auf die Vorgeschichte dieses Projektes ein. Zunächst wurde ein Finanzverbund geschlossen, dann folgte das Flächennutzungsverfahren, und schließlich wurden die drei Windenergieanlagen (WEA) vom Typ E115 errichtet. Nachdem die erste Anlage bereits Ende September ihren Betrieb aufnahm, drehen sich die beiden weiteren Anlagen nun seit letzter Woche. Die Anlagen vom Typ Enercon E115 haben eine Nabenhöhe von 149 und eine Gesamthöhe von 206,5 Metern. Jede WEA verfügt über eine Nennleistung von 3 Megawatt. Die Gesamt-Nennleistung von 9 Megawatt führt so bei einer prognostizierten Windgeschwindigkeit von 6,5 Metern pro Sekunde zu einer jährlichen Stromproduktion von etwa 25 Millionen Kilowattstunden.

3 Windenergieanlagen decken den jährlichen Stromverbrauch von rund 25.000 Einwohnern und liefern CO2-freien Strom an die Haushalte in der VG Wallmerod und der umliegenden Ortschaften.

Wie Carlos Merz (Geschäftsführender Gesellschafter der Öko-Aktiv Beteiligungs GmbH, Villmar-Weyer) informierte, sind die ersten Windenergieergebnisse „überraschend positiv“ ausgefallen. „Unsere Prognose, rund 25 Millionen Kilowattstunden, werden wir gut erreichen“, versicherte er. Die Enercon-Anlagen sind getriebelos und daher besonders geräusch- und wartungsarm. Eine technische Besonderheit ist die Rotorblattheizung: Sie minimiert die Gefahr herabfallender Eisbrocken und soll einen möglichst dauerhaften Winterbetrieb gewährleisten. Merz erläuterte auch, warum sich die Bauzeit von Februar bis November um etwa acht bis zehn Wochen verzögerte. Grund war, dass das Bundesverkehrsamt die Schwertransporte aufgrund vieler Autobahnbaustellen nicht freigab. In diesem Zusammenhang bedankte sich Merz für den persönlichen Einsatz von Landrat Achim Schwickert, der sich bei einem der zeitkritischen Transporte mit den Behörden der Nachbarlandkreise erfolgreich abstimmte. Verpächter des Grund und Bodens (rund 35 Hektar), auf dem gebaut wurde, sind die Gemeinden Hahn am See und Elbingen sowie Graf von Walderdorff, der dort Grund und Boden besitzt. Die Betreiberfirma Öko Aktiv musste für die drei Windenergieanlagen in der Elbinger Lei fast sieben Hektar Ausgleichsfläche schaffen. Die Investitionssumme für den Windpark beläuft sich auf rund 15,5 Millionen Euro. Beteiligt in der Betriebsgesellschaft Elbinger Lei GmbH & Co. KG sind private Anleger in Form von Kommanditanteilen. Ein Aktions- und Finanzverbund regelt die Verteilung der Pachteinnahmen: Ab 2019 kommen im Bereich „Elbinger Lei“ rund 110.000 Euro in die Verteilung. Davon profitieren die Ortsgemeinden Elbingen und Hahn am See mit insgesamt 60 Prozent, auf alle anderen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde werden die weiteren 40 Prozent verteilt. Merz dankte den beiden Ortsbürgermeistern Maik Daubach (Elbingen) und Thomas Klein (Hahn am See) für das „reibungslose Miteinander“. Alle für das Projekt nötigen Beschlüsse wurden in den Ortsgemeinderäten einstimmig gefasst.

Die Verbandsgemeinde und die Ortsgemeinden Elbingen und Hahn am See werden Anfang 2018 gemeinsam mit dem Betreiber einen Tag der offenen Tür im Windpark „Elbinger Lei“ durchführen. Der Termin wird in der Presse rechtzeitig bekannt gegeben.

Von unserer Reporterin Angela Baumeier

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