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Westerwald

Die Arbeit bei Pentaplast schweißte sie zusammen: Im Seniorenclub treffen sich die Ruheständler regelmäßig

Susanne Willke

Ein rüstiger Seniorenclub hat sich vor 18 Jahren zusammengefunden, der sich aus vielen ehemaligen Pentaplast-Mitarbeitern und deren Angehörigen und Freunden zusammensetzt. „In der Regel wandern wir“, erzählt Cheforganisator Wendelin Röther. Bis zu 50 Frauen und Männer der insgesamt 116 Mitglieder sind jeweils bei den Unternehmungen dabei, die einmal im Monat angeboten werden. Dabei müssen die Organisatoren den Veranstaltungen immer um einen Termin voraus sein, damit alles reibungslos klappt.

Der Seniorenclub erkundet seit 18 Jahren die Region und bietet jeden Monat eine Wanderung mit einem geselligen Ausklang an.  Foto: Wendelin Röther
Der Seniorenclub erkundet seit 18 Jahren die Region und bietet jeden Monat eine Wanderung mit einem geselligen Ausklang an.
Foto: Wendelin Röther

Gründer des Seniorenclubs war Dieter Bonn, der am 23. März 1999 begann, Senioren und Vorruheständler der Heiligenrother Folienfirma Pentaplast zusammenzutrommeln, damit sie sich auch nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben nicht aus den Augen verlieren. Dabei kommen die Teilnehmer zwischen 60 und 85 Jahren aus allen Richtungen, um im geografischen Westerwald wandern zu gehen oder gemeinsam einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Einmal im Jahr wird eine Schifffahrt angeboten. Und: Am Ende jeder Unternehmung wird gemeinsam gegessen.

Begonnen hatte alles mit sieben Teilnehmern. Aber es dauerte nicht lange, da war die Gruppe um Freunde, Ehepartner und Dauergäste gewachsen. Wer einmal dabei ist, der bleibt in der Regel, bis es nicht mehr geht. Vom ursprünglichen Organisationsteam ist Emmy Schäfer geblieben. Außerdem kümmern sich auch Brigitte Röther und Horst Schmidt darum, dass Einladungen, Bus, Restaurant und Sonstiges, das für den Ablauf einer Tour wichtig ist, rechtzeitig organisiert sind.

Erst vor Kurzem war die Gruppe rund um Heiligenroth unterwegs: 42 Senioren kamen zum Wandern, weitere zehn gesellten sich zum Essen dazu. „Es wird immer eine Anwesenheitsliste geführt“, erklärt Horst Schmidt. Auf diese Weise wird niemand vergessen, und eifrige Teilnehmer können geehrt werden. Dieter Bonn wurde so für die Teilnahme an 200 Veranstaltungen des Seniorenclubs ausgezeichnet. Die Strecken sind in der Regel nicht länger als fünf Kilometer und immer auch geeignet für Rollstuhlfahrer. Die Vorschläge dazu kommen oft aus der Gruppe. „Wir gehen die Strecken immer vorher ab“, erzählt Wendelin Röther. Und auch das Restaurant wird vorher einmal besucht, um die Speisekarte für die Wanderer vorzubereiten. Bei jeder Tour wird über die nächste Wanderung informiert. Wer nicht dabei ist, bekommt die Unterlagen mit der Post. Bis zu 40 Einladungen werden regelmäßig verschickt, um die Teilnehmer des Klubs zu erreichen. Dafür schaffte die Gruppe sogar einen eigenen Stempel mit der Aufschrift „Seniorenclub“ an. „Es steckt eine Menge Vorbereitungsarbeit darin“, weiß Emmy Schäfer. Hin und wieder wird die Gruppe auch von ihrem ehemaligen Arbeitgeber in organisatorischen Dingen unterstützt.

Besonders stolz ist das Orga-Team darauf, dass die Stimmung in der Gruppe sehr gut und sozial ist und jeder jedem etwas zu erzählen hat. Und das, obwohl sie sich nur einmal im Monat treffen und alle auch ein eigenes Leben haben. Auch die Anfahrt organisiert jeder ganz unabhängig. Während der Jahre, in denen sie noch gearbeitet haben, fand sich kaum Zeit, Kontakte aufzubauen. Das holen die Senioren jetzt nach. „Es geht sehr familiär zu“, erzählt Emmy Schäfer. „Zur Begrüßung gibt's Küsschen, sodass ich immer ganz verstrubbelt bin“, erzählt sie mit einem Lachen im Gesicht. Jeder läuft mal ganz vorne, mal ganz hinten, am Ende ist jeder mit jedem einmal im Gespräch gewesen. Das alles ist den Rentnern so wichtig, dass sie nicht einmal der Regen abschreckt. Und es gibt sogar schon Voranmeldungen von Mitarbeitern, die in absehbarer Zeit in den Ruhestand treten und sich der Gruppe dann anschließen möchten. Zurzeit zählt der Klub 116 Mitglieder, die in diesem Jahr ihre 225. Unternehmung starten. Es ist kein Verein, daher ist auch kein Mitgliedsbeitrag zu zahlen. Anfallende Ausgaben werden ausschließlich durch Spenden aufgefangen.

Von unserer Redakteurin Susanne Willke

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