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    Augst-Gemeinden: Kunstrasenplatz sorgt für Diskussion

    Die Diskussion um einen neuen Kunstrasenplatz für die Augst-Gemeinden Eitelborn, Kadenbach, Neuhäusel und Simmern durchläuft derzeit die Gemeinderäte. Dort soll zunächst über einen möglichen Standort entschieden werden.

    Foto: skw

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

    Nach WZ-Informationen ist in Neuhäusel der entsprechende Tagesordnungspunkt vertagt worden, in Simmern dagegen nahmen an der öffentlichen Sitzung mehr als 120 Zuhörer teil. Dort entschied sich der Rat mehrheitlich für den Standort Simmern. Doch einige der überstimmten Ratsmitglieder stellen die Entscheidung aufgrund der vorgetragenen Kosten infrage. Es sei eine rein politische Entscheidung, die ohne stichhaltige Zahlen getroffen worden sei. Nach Aussagen von FBG-Ratsmitgliedern sei der Kunstrasenplatz für Simmern mit 1,34 Millionen Euro geschätzt worden, der für Kadenbach mit nur rund 920 000 Euro. Trotzdem habe sich die Mehrheit des Simmerner Rates für den teureren Platz entschieden.

    "Ich bin seit 55 Jahren Mitglied im SV Simmern, zudem Ratsmitglied in Simmern und denke, wir brauchen einen neuen Kunstrasenplatz", sagt Friedhelm Deurer (FBG), "trotzdem sollte man nicht mehr Geld ausgeben als nötig, nur weil viel Geld da ist." Um eine sportlich und wirtschaftlich fundierte Entscheidung treffen zu können, müssten zunächst einmal reelle Zahlen auf dem Tisch liegen. Die bisherigen Berechnungen halten er und sein Fraktionskollege Gottlieb Schönberger zudem noch für klein gerechnet, weil zum Beispiel Kosten für neue Parkplätze, Entwässerungsanlagen, Rodung einer Waldfläche, Abbiegespur von der viel befahrenen K 113 bis hin zum Neubau des Vereinsheimes nicht in Gänze berücksichtigt seien. Posten, die zum Beispiel in Kadenbach vermutlich gar nicht erst anfielen. Denn dort gebe es bereits eine geeignete Zufahrt und Parkplätze. Und auch das Vereinshaus sei in gutem Zustand. "An den Zahlen ist einfach kein Grund dran", sagt Deurer. Bei der vorgestellten Kostenschätzung seien lediglich die Kosten für die unmittelbaren Platzflächen und einiger Umgebungsbereiche ermittelt worden, so die Ratsmitglieder. Auch sei der Bauausschuss der Ortsgemeinde Simmern bisher noch gar nicht befragt worden.

    In Abstimmung mit den Ortsbürgermeistern der vier Augst-Gemeinden teilt Edmund Schaaf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur, mit, dass es bisher noch keine abschließende Entscheidung über den gewünschten Kunstrasenplatz für die Augst gibt. Die Ortschefs hätten zunächst die VG beauftragt, die Kosten für eine Umwandlung des Hartplatzes in Simmern in einen Kunstrasenplatz zu untersuchen. Das Ergebnis einschließlich eines Neubaus des maroden Vereinsheims: 1,34 Millionen Euro. Der Ortsgemeinderat in Simmern hätte sich mehrheitlich für diese Variante ausgesprochen. "Das bedeutet aber nicht", so Schaaf, "dass damit schon die Würfel für den Standort Simmern gefallen sind". Sollte eine andere Gemeinde bereit sein, ihre Sportanlage umzuwandeln, und – wie in Simmern – vorab einen angemessenen Kostenanteil zur Abgeltung des Standortvorteils zu übernehmen, sei das im Rahmen der zu treffenden Vereinbarung nach wie vor möglich. Für den Standort Kadenbach jedenfalls lägen noch keine Kostenschätzungen vor, so Schaaf.

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