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    HöhnChris Baumann spielte schon mit 16 Jahren im Riff

    Nicht nur für die Besucher war das legendäre Korallenriff in Höhn-Oellingen etwas Besonderes. Auch für die Musiker, die dort in die Saiten griffen oder das Tastenspiel beherrschten, hatte das beliebte Tanzlokal einen eigenen Reiz.

    Und das war die bekannte Band Nightshine, die viele Auftritte im Korallenriff hatte (von links): Josef Holleyn, genannt Jupp (Bass), Gerhard Roh (Gitarre, Gesang), Chris Baumann (Leadsänger, Drums), Eberhard Paul Stahl (Keyboard, Trompete) und David (Saxofon, Klarinette, Querflöte).
    Und das war die bekannte Band Nightshine, die viele Auftritte im Korallenriff hatte (von links): Josef Holleyn, genannt Jupp (Bass), Gerhard Roh (Gitarre, Gesang), Chris Baumann (Leadsänger, Drums), Eberhard Paul Stahl (Keyboard, Trompete) und David (Saxofon, Klarinette, Querflöte).

    Von unserer Reporterin Angela Baumeier

    An das Gefühl, dort auf der Bühne zu stehen, für bis zu 800 Menschen zu spielen, kann sich Chris Baumann noch ganz genau erinnern. Er war 16 Jahre jung, als er mit seinem Vater Josef (Seppl), Bruder Edgar und Wendelin Abresch im Riff als "A Banda" auftrat. Für die Abendveranstaltungen brauchte der Minderjährige damals noch eine Sondergenehmigung vom Jugendamt. "Eigentlich hätte ich nur bis 22 Uhr spielen dürfen, aber da krähte kein Hahn danach", erinnert er sich schmunzelnd an den Beginn seiner musikalischen Karriere. Und die war ihm quasi in die Wiege gelegt. Denn bevor "A Banda" im Korallenriff zu hören waren, musizierten dort schon vor dem großen Umbau des Tanzsaals zur fantasievoll geschmückten Grotte gleich vier Baumanns als "Marion-Band". Das waren die Brüder Alois, Christian, Heinz und Josef. Mit ihrer Musik aus der Wirtschaftswunderzeit waren sie im ganzen Westerwald bekannt. Geprobt wurde zu Hause in Elbingen oder auch im Elternhaus in Hintermühlen, sodass Chris Baumann diese Musik von Kindheit an vertraut war. Wuchs er doch als drittes von acht Kindern in einem musikalischen Elternhaus auf, lernte bereits mit fünf Jahren Geige spielen und wurde zusammen mit seinen Geschwistern im Gesang unterrichtet.

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    Dann war es soweit: aus dem Zuhörer wurde der aktive Musiker, der mit "A Banda" seine ersten Erfahrungen sammelte, die ihm dann auch in der Band Nightshine zugute kamen, mit der er in den 1980er-Jahren im Riff zu hören war. "Das Korallenriff bestach durch seine Größe. Und die Atmosphäre. Da hatte man das Gefühl, man gehört zur Musikszene dazu, denn dort spielten ja viele Stars. Und es bildeten sich Fangruppen", erinnert sich Chris Baumann an jene Jahre, in denen er sich musikalisch ausprobierte. Gespielt wurden die Top 40, aber ebenso Oldies. Und dann gab es da auch noch die beliebte Mitternachtsshow, bei der bekannte Stars wie Elvis, Peter Maffay oder Frank Sinatra von Nightshine imitiert und parodiert wurden. Dabei präsentierten die Bandmitglieder, die sich für die Show mehrfach umkleideten, auch ihre Instrumente. "Ich habe sogar auf der Blockflöte ,Der einsame Hirte‘ gespielt", erzählt Chris Baumann. Auch A-cappella-Auftritte gehörten dazu, beispielsweise von Beatles-Songs. Wenn dann die Show mit dem Titel "New York, New York" beendet wurde, waren die Zuhörer ganz aus dem Häuschen.

    Immer wieder zog es später Chris Baumann auch als Gast in das Korallenriff. Vor einem Jahr - zum Abschied von Werner Mohr - stand er dann dort erneut auf der Bühne. "Die Erinnerungen waren hellwach. Und ich hatte so ein bisschen Sehnsucht nach der alten Zeit", bekennt der Musiker, der seinen musikalischen Ursprung nie vergessen hat. "Das war schon ein überwältigendes Gefühl. Ich war aber auch froh, mit meinen eigenen Songs den Bogen in die Jetztzeit schlagen zu können." Noch einmal bietet sich dem heutigen Sänger und Songwriter dazu die Gelegenheit bei der großen Revivalparty im Riff am Samstag, 27. August, 20 Uhr. Mit dabei ist ein Musiker, mit dem Chris Baumann seine ersten musikalischen Schritte wagte und der nun sein fester Gitarrist ist: Wendelin Abresch.

    Alle bisher erschienenen Serienteile finden Sie unter www.ku-rz.de/tanzschuppen

    Werner Mohr ist der Vater des Korallenriffs Manfred Schuy war der begehrte DJ
    Tanzschuppenserie
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