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Sargenroth

Nunkircher Markt in diesem Jahr alles andere als verregnet

Im vergangenen Jahr goss es aus Eimern. Diesmal wurden die Sargenrother mit strahlendem Sonnenschein entschädigt.

Von unserem Redaktionsleiter Thomas Torkler

Sargenroth. Im vergangenen Jahr goss es aus Eimern. Diesmal wurden die Sargenrother mit strahlendem Sonnenschein entschädigt. Es ist gute Tradition, dass mit der heimische Theatergruppe „Säärschitter Kiewelschisser“ der Nunkircher Markt beginnt. Auch in diesem Jahr war das Festzelt wieder gefüllt, als die Laienschauspieler das Volksfest offiziell eröffneten.

Maßgeblich verantwortlich für die Darbietungen auf der Bühne ist seit Jahren Jürgen Martin, genauer gesagt, seit 29 Jahren. „Im nächsten Jahr mache ich die 30 voll“, sagte der passionierte Mundartfreund, der es stets versteht, in seine Theaterstücke die Geschichte Sargenroths einzuflechten. „Das Stück beruht auf wahren Begebenheiten mit ein bisschen Dichtung“, ließ der Ansager das Publikum wissen.

Diesmal ging es um „De naue Sportplatz im Baamstick“ – ein Thema, dass Mitte der 1980er-Jahre in Sargenroth durchaus für Konfliktstoff sorgte, sollte der Platz doch genau dort entstehen, wo der Lehrer Christoph Rodenbusch Anfang des 20. Jahrhundert eine Streuobstwiese auf den Weg gebracht hatte. Der Begriff wurde natürlich seinerzeit noch nicht verwendet: „Baamstick“ (Baumstück) war die Bezeichnung. Und gut 75 Jahre wuchsen an der Stelle, wo heute der neue Sportplatz steht, ertragreiche Obstbäume.

Bereits im vergangenen Jahr ging es beim Theater um den Sportplatz in Sargenroth, doch hatten die Kiewelschisser 2015 eher das Rochusfeld zwischen Nunkirche und Bismarckturm thematisiert. Damals wie heute spielten natürlich die üppigen Orchideenvorkommen und der Naturschutz eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung, mit der sich der Gemeinderat in diesem Jahr sichtlich schwer tat.

Das Publikum erfuhr dabei, dass bei einer Ratssitzung gestritten, für Überzeugungen gekämpft und – Bier und Schnaps getrunken wurde. Ob letzteres jetzt eher der Dichtung oder der Geschichte entspricht, das zu beurteilen, bleibt der Fantasie der Zuschauer vorbehalten.

Und die waren begeistert von den Akteuren auf der Bühne. Ebenso froh gestimmt schlenderten sie im Anschluss über das Marktgelände, das wie immer mit allerlei attraktiven Angeboten für Jung und Alt aufwartete. Klassiker wie der Bürstenprofi, mit dessen Besen man auch in die hintersten oberen Ecken kommt, oder Hoseträger und Ledergürtel dürfen im Sortiment nicht fehlen.

Das gilt auch für Bratwurst und Pommes, für die es allerdings auch feine Alternativen gab: Luftgetrocknete Salami aus den südfranzösischen Alpen in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Knoblauch, Olive oder Feige, mundeten bestens. Ein paar Schritte weiter gab's gegrillten Ziegenkäse auf Bauernbrot.

Und alles rund um den Bauernhof wurde auch geboten: historische Traktoren, riesige Holzerntemaschinen, Hühner, oder einfach nur „en nau Schaffbux“ gehörten zum Angebot. Der Nunkircher Markt ist auch heute geöffnet.

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