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Oberbieber

Streuobst in Oberbieber: Dem Apfeldorf zu neuer Blüte verhelfen

Es ist ein gemeinnütziges Projekt, ausgelegt auf Nachhaltigkeit, Naturschutz und den Erhalt des Oberbieberer Landschaftsbilds: Die Rede ist von den Streuobstwiesen, die den Neuwieder Stadtteil bereits seit Jahrzehnten umrahmen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, haben sich Ortsvorsteherin Ingrid Ely-Herbst und die Mitglieder des Arbeitskreises Streuobstwiesen mit der Informa gGmbH und deren Geschäftsführer Klaus Gleichauf zusammengetan, die in Kooperation mit dem fachkundigen Rat der Arge Kulturlandschaft Leutesdorf einen Teil der Pflege übernimmt.

In Oberbieber blühen wieder die Apfelbäume. Darauf sind auch Informa-Geschäftsführer Klaus Gleichauf (von links), Ortsvorsteherin Ingrid Ely-Herbst, Bernhard Bäumer, Irmgard Schröer vom Naturpark Rhein-Westerwald und Manfred Thran stolz.  Foto: Regine Siedlaczek
In Oberbieber blühen wieder die Apfelbäume. Darauf sind auch Informa-Geschäftsführer Klaus Gleichauf (von links), Ortsvorsteherin Ingrid Ely-Herbst, Bernhard Bäumer, Irmgard Schröer vom Naturpark Rhein-Westerwald und Manfred Thran stolz.
Foto: Regine Siedlaczek

„Oberbieber ist ein altes Apfeldorf“, erklärt Ely-Herbst, die sich noch gut an den Moment erinnert, als das Streuobstwiesenprojekt seinen Anfang nahm. So habe man im Jahr 2011 beschlossen, im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts das Streuobstwiesenprojekt zu initiieren. Dies geschah mit tatkräftiger Unterstützung durch den Naturpark Rhein-Westerwald und die Kreisverwaltung. Auch der Nabu war als Träger des Projekts mit von der Partie, und so wurden 2012 100 Bestandsbäume fachkundig beschnitten. Im darauffolgenden Jahr konnte die Zahl auf 124 Bäume erweitert werden. „Wir möchten durch das Herrichten der Streuobstwiesen das alte Bild von Oberbieber ein Stück weit wieder herstellen“, betont Ely-Herbst.

Um die Pflege, die nicht nur den regelmäßigen Schnitt, sondern auch das Entfernen von Unkraut mit einschließt, dauerhaft zu gewährleisten, wurde im Sommer der Kontakt zur Informa gGmbH hergestellt: „Wir sind im Rahmen des Bachpatenprojekts miteinander ins Gespräch gekommen“, sagt Gleichauf. Und da es dem gemeinnützigen Unternehmen wichtig sei, nachhaltig und im Sinne der Natur und Biodiversität zu handeln, entschied man sich, einen Teil der Pflege zu übernehmen.

Da aber vor allem das Beschneiden von Apfelbäumen nicht leicht sei, habe man sich mit Bernhard Bäumer, der sich seit Langem bei der Arge Kulturlandschaft Leutesdorf engagiert, zusammengetan. Dieser stehe den derzeit sechs Informa-Mitarbeitern beim Beschneiden mit Rat und Tat zur Seite. Langfristig, da sind sich alle am Streuobstwiesenprojekt Beteiligten einig, wolle man auch die örtlichen Kindergärten und Schulen für das Prinzip der Streuobstwiese begeistern und auf diese Weise schon den Jüngsten ein Gespür für die Natur vermitteln.

„Wir haben mit dem Streuobstwiesenprojekt die Möglichkeit, das Landschaftsbild und das kulturelle Erbe von Oberbieber zu erhalten“, betont Bäumer. Daher sei es wichtig, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.

Von unserer Mitarbeiterin Regine Siedlaczek

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