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Koblenz/Rengsdorf

Streit um Sportplatz: Nachbar bleibt erfolglos

Der Rechtsstreit um Lärmbelästigung durch den Rengsdorfer Sportplatz wird nicht vor dem Oberverwaltungsgericht in der Berufungsinstanz verhandelt. Ein Nachbar, der gegen die Erweiterung des Sportgelände geklagt hatte und vor dem Koblenzer Verwaltungsgericht gescheitert war, hatte Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beantragt. Das Gericht hat die Berufung nicht zugelassen. Wie Klaus Müller, Vorsitzender des Neuwieder Kreisrechtsausschusses informiert, hätte das Gericht keine „ernstlichen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung des Verwaltungsgerichts“ geäußert.

Klage gegen die Erweiterung des Rengsdorfer Sportplatzes hatte ein Nachbar erhoben. Er fühlte sich von dem Lärm belästigt. Nachdem das Verwaltungsgericht die Klage abgewiesen hatte, sah das Oberverwaltungsgericht nun keinen Grund, eine Berufung zuzulassen.  Foto: Jörg Niebergall
Klage gegen die Erweiterung des Rengsdorfer Sportplatzes hatte ein Nachbar erhoben. Er fühlte sich von dem Lärm belästigt. Nachdem das Verwaltungsgericht die Klage abgewiesen hatte, sah das Oberverwaltungsgericht nun keinen Grund, eine Berufung zuzulassen.
Foto: Jörg Niebergall

Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Koblenz im Sommer 2017 ldie Klage des Nachbarn gegen die Erweiterung des Rengsdorfer Sportplatzgeländes abgewiesen. Die angefochtenen Baugenehmigungen seien rechtmäßig, urteilten die Koblenzer Richter damals.

Der Kläger ist Eigentümer eines mit einem Wohnhaus bebauten Grundstücks. Etwa 120 Meter davon entfernt betreibt der SV Rengsdorf einen Sportplatz. Im Dezember 2012 hatte der Verein zwei Bauanträge gestellt. Diese betrafen zum einen die Änderung der Tennenoberfläche des Sportplatzes in einen Kunstrasenplatz, außerdem sollte eine 720 Quadratmeter große Kleinfeldspielanlage gebaut werden. Beides genehmigte der Kreis Neuwied. Die zuvor eingeholte schalltechnische Bewertung durch ein Ingenieurbüro wurde zum Bestandteil der Genehmigungen gemacht.

Nach erfolglosem Widerspruch hat der Nachbar dagegen Klage erhoben (wir berichteten). Sein Hausgrundstück befinde sich in einem reinen Wohngebiet, argumentierte der Kläger. Durch den Betrieb des Sportplatzes kommt es seiner Ansicht nach auf seinem Grundstück zu unzumutbaren Lärmbelästigungen. Der Beklagte habe die Lärmbeeinträchtigungen durch die Nutzungen auf dem Fußballplatz nicht hinreichend aufgeklärt und in die vorzunehmende Abwägung einbezogen, argumentierte der Nachbar.

Die Klage hatte vor dem Verwaltungsgericht keinen Erfolg. Insbesondere verstießen die Baugenehmigungen nicht gegen das in den einschlägigen baurechtlichen Bestimmungen verankerte Gebot der Rücksichtnahme. Nach den überzeugenden und vom Kläger auch nicht erschütterten Feststellungen des Ingenieurbüros seien die Immissionsrichtwerte außerhalb der Ruhezeiten am Grundstück des Klägers eingehalten. Nur bei einer täglich durchgehenden Nutzung des Kleinspielfeldes von 8 Uhr bis 22 Uhr wird innerhalb der Ruhezeiten in reinen Wohngebieten der zulässige Immissionsrichtwert um 1 dB(A) überschritten, so die Einschätzung des Gutachters. Diese geringfügige Überschreitung ist dem Kläger zumutbar, befanden die Richter. Denn eine durchgehende Nutzung des Kleinspielfeldes ohne Unterbrechung sei eher theoretischer Natur. Hinzu kommt, dass der Sportplatz bei Entstehung des Wohngebiets bereits vorhanden gewesen ist. Damit ist das Grundstück des Klägers durch die Sportplatznutzung vorbelastet, heißt es in der Begründung des Verwaltungsgerichts – eine Darstellung, die das Oberverwaltungsgericht mittragen kann. obi

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