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Neuwied

Silvesternacht: Viel Arbeit für Neuwieder Polizei und Feuerwehr

Das neue Jahr hat für die Neuwieder Feuerwehr mit einer einsatzreichen Nacht begonnen. Nach Auskunft von Pressesprecher Oliver Wies wurden die Ehrenamtlichen insgesamt acht Mal durch die Leitstelle zu Einsätzengerufen. „Die meisten davon wurden vermutlich durch Feuerwerkskörper verursacht“, teilt er weiter mit. So brannten unter der Rheinrücke ein Altkleidercontainer, diverse Mülltonnen sowie Bäume in der Innenstadt, in Block und in Heimbach-Weis.

Gegen 1 Uhr wurde der Leitstelle ein Wohnhausbrand mit vermutlicher Menschenrettung gemeldet, zu dem automatisch der Löschzug Neuwied und der Löschzug Irlich alarmiert wurden. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich jedoch glücklicherweise heraus, dass kein Einsatz erforderlich war. Ein Anwohner hatte Kerzen hinter mehreren Fenstern irrtümlich für ein Feuer gehalten und – wie Wiest betont – „vollkommen richtig gehandelt, als er die Feuerwehr alarmierte“.

Kurz vor dem Jahreswechsel löste außerdem eine automatische Brandmeldeanlage in der Tiefgarage eines Einkaufszentrums in der Neuwieder Innenstadt aus. Auch bei diesem Einsatz waren Feuerwerkskörper im Spiel. Die gezündeten Raken aktivierten die Sprinkleranlage, wodurch ein nicht unerheblicher Sachschaden entstand.

Auch für die Polizei Neuwied gab ein arbeitsreiches Silvester- und Neujahrswochenende. Unter anderem wegen zahlreichen Verkehrsunfällen, mal unter Beteiligung eines alkoholisierten Fahrradfahrers, mal wegen unangepasster Geschwindigkeit auf der Bundesstraße 256, wo es bei zwei Verkehrsunfällen mit jeweils jüngeren Fahrzeugführern, die die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren hatten zu Sachschäden kam oder letztlich bei Verkehrsunfällen mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, bei denen die Beamten ausrücken mussten.

Weiter hat die Polizei am Wochenende drei Einbruchsversuche im Stadtgebiet verzeichnet. Dabei wurden neben einem Wohnhaus auch ein Restaurant sowie ein Juwelier in der Innenstadt angegangen. In allen drei Fällen blieb es glücklicherweise nur beim Versuch und den dabei entstandenen Sachschäden.

In der Silvesternacht selbst kam es zu mehreren Körperverletzungsdelikten im Innenstadtbereich, die jedoch jeweils durch das schnelle Einschreiten der Beamten immer wieder rechtzeitig beendet und eine etwaige Fortsetzung unterbunden werden konnten. In allen Fällen war bei den Beteiligten Alkohol im Spiel. Es blieb jedoch stets bei leichteren Verletzungen.

Zuviel getrunken hatte auch ein 56-Jähriger Autofahrer, als er durch die Beamten gegen 2.30 Uhr einer Verkehrskontrolle unterzogen wurde. Der Schnelltest zeigte einen stattlichen Wert von 1,62 Promille an, sodass die Weiterfahrt untersagt, der Führerschein sichergestellt und dem Fahrer eine Blutprobe entnommen werden musste. Ihn erwarten aufgrund von Trunkenheit im Verkehr ein Strafverfahren sowie der Verlust der Fahrerlaubnis.

Ebenfalls im Rahmen einer Verkehrskontrolle, konnten am frühen Sonntagmorgen bei einem 19-Jährigen Fahrzeugführer drogentypische Beweisanzeichen festgestellt werden. Da im Rahmen der Kontrolle neben Konsumutensilien für Marihuana auch der Konsum von Cannabis zwei Tage zuvor eingeräumt worden war, mussten dem Fahranfänger ebenfalls die Weiterfahrt untersagt und eine Blutprobe entnommen werden. Zudem wird eine Meldung an die zuständige Fahrerlaubnisbehörde gefertigt.

Nicht ausgeblieben, schreibt die Polizei in ihrem Bericht abschließend, sind zudem die für eine Silvesternacht typischen Einsätze wie Mülltonnenbrände, brennende Altkleidercontainer, gesprengte Briefkästen oder sonstige Einsätze und gemeldete Schäden an Gegenständen jeglicher Art, die durch den verbotenen Einsatz von Feuerwerkskörpern verursacht wurden. „Alle Einsätze konnten jedoch teilweise mit der gleichzeitig alarmierten Feuerwehr, teilweise jedoch auch in Eigenregie bewältigt werden“, heißt es. In einigen Fällen kam es durch die Zündung und missbräuchliche Verwendung der Feuerwerkskörpern zu Sachschäden, weshalb hierbei jeweils Strafverfahren eröffnet wurden und weiter ermittelt wird.

Neuwied Linz
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