40.000
Aus unserem Archiv
Anhausen

Sicherheit in Anhausen: Am Zebrastreifen herrscht höchste Gefahr

Einmal links, einmal rechts, nochmal links – und dann sicher über die Straße gehen? Dass es trotz prüfender Blicke gefährlich sein kann, den Zebrastreifen über die viel befahrene L 258 zu benutzen, haben die Anhausener inzwischen schmerzlich festgestellt. Viermal schon sind seit den Sommerferien Kinder beim Überqueren der Fahrbahn beinah angefahren worden.

Auf der Fahrbahn hat der Landesbetrieb Mobilität bereits eine 50 anbringen lassen. Jetzt sollen weitere Vorkehrungen wie ein gelbes Blinklicht getroffen werden, damit Auto auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht werden.  Foto: Angela Göbler
Auf der Fahrbahn hat der Landesbetrieb Mobilität bereits eine 50 anbringen lassen. Jetzt sollen weitere Vorkehrungen wie ein gelbes Blinklicht getroffen werden, damit Auto auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht werden.
Foto: Angela Göbler

Dass es bislang gut ausging, halten die Anwohner und die Gemeindespitze um Ortsbürgermeisterin Heidelore Momm für pures Glück. Darauf wollen sich die Anhausener aber nicht weiter verlassen und trafen sich nun mit Vertretern des Landesbetriebes Mobilität (LBM), der Polizei und der VG-Verwaltung an der Durchgangsstraße, um weitere Sicherungsmaßnahmen einzufordern.

Die Sorgen der Bürger sind den Behörden nicht neu: „Wir haben schon Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählungen durchgeführt“, berichtete Werner Oster vom LBM. Die Ergebnisse fielen aus Sicht des Landesbetriebes aber wenig besorgniserregend aus: 85 Prozent der Auto- und Lkw-Fahrer halten sich an das innerörtliche Tempolimit oder überschreiten es nur um zwei Kilometer pro Stunde. Dennoch habe das LBM nach einem Treffen 2016 schon auf die Bedenken der Anwohner reagiert, die Fahrbahn mit einer „50“-Markierung versehen und eine reflektierende Beschichtung auf die Bordsteine aufgebracht.

Den Anhausenern reicht das jedoch nicht: Sie berichten von verunsicherten Kindern, die auf dem Weg zur Grundschule im dichten Berufsverkehr die Straßenseite wechseln müssen. Der Zebrastreifen am oberen Ortseingang Anhausens ist mit einer Verkehrsinsel als Überquerungshilfe versehen, aber gerade die „suggerierte, doppelte Sicherheit“ verleite die Autofahrer dazu, eben nicht anzuhalten. Am liebsten wäre den Anhausenern deshalb eine Fußgängerampel und Tempo 30 innerhalb der Gemeindegrenzen. Diesem Wunsch werde man allerdings nicht nachkommen, stellte LBM-Vertreter Oster klar: „Der Verkehr muss fließen, das hat in diesem Fall Vorrang.“

Jedoch versprach er den Anhausenern, eine erneute Geschwindigkeitsmessung zu veranlassen, diesmal zu Stoßzeiten oder am frühen Morgen, wenn die Schulkinder auf dem Weg zum Unterricht sind. Außerdem soll der Fußgängerübergang mit einem gelben Blinklicht versehen werden, damit die Autofahrer auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht werden.

Abgehakt ist die Angelegenheit für die Kirchspielsgemeinden damit aber noch nicht. „Wir sind mit den Antworten noch nicht zufrieden“, resümierte Rüscheids Ortsbürgermeister Hartmut Döring, der bei dem Treffen in Anhausen dabei war. Er will sich nun um einen weiteren Ortstermin in seiner Gemeinde bemühen, wo die Straßenlage kaum besser ist als bei den Anhausener Nachbarn. Dann wollen auch die Rüscheider einige unbequeme Fragen stellen und Lösungsvorschläge einfordern.

Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

Neuwied Linz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Neuwied
Sonntag

16°C - 29°C
Montag

18°C - 31°C
Dienstag

18°C - 29°C
Mittwoch

17°C - 27°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach