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    NeuwiedSchneiderin Claudia Deuser erleichtert Gehandicapten den Alltag

    Ihr Projekt „Inklusion fängt bei der Kleidung an“ wird beim Kreativsonar in Mainz ausgezeichnet.

    Claudia Deuser arbeitet normale Kleidung wie Hosen und Hemden bedarfsgerecht um und erleichtert so Menschen mit körperlichen Einschränkungen den Alltag.
    Claudia Deuser arbeitet normale Kleidung wie Hosen und Hemden bedarfsgerecht um und erleichtert so Menschen mit körperlichen Einschränkungen den Alltag.
    Foto: Regine Siedlaczek

    Von unserer Mitarbeiterin
    Regine Siedlaczek

    Es geht um mehr als ein größeres Knopfloch, einen Klettverschluss an der richtigen Stelle oder um Magnetverschlüsse, die das Anziehen erleichtern, es geht um Hilfsmittel, die eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen: Mit dem Projekt „Inklusion fängt bei der Kleidung an“ hat Claudia Deuser eine Idee kreiert, die ihr beim diesjährigen Kreativsonar, einem Wettbewerb, der vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz sowie vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes ausgelobt wurde, eine Auszeichnung einbrachte.

    „Es geht nicht nur um das Ziel, den inklusiven Gedanken umzusetzen, sondern auch um das Schaffen von Arbeitsplätzen“, erklärt Deuser, die seit mehr als 20 Jahren im Bereich Kostüm, Maßanfertigung und Spezialanfertigungen tätig ist und ihr Projekt auch als eine Möglichkeit des unternehmerischen Aufschwungs für Kleinbetriebe wie Schneidereien sieht.

    Konkret gehe es allerdings darum, Menschen mit speziellen Bedürfnissen, den Alltag zu erleichtern: „Fast alle Menschen erfahren im Laufe ihres Lebens Veränderungen, die ihnen selbst kleinste Handgriffe erschweren“, weiß Deuser. Und an diesem Punkt setze ihr Projekt an. So gebe es Kostümwerkstätten und Schneidereien, die für jeden Anlass das Passende bereithalten, doch fehle einfach ein Bereich für Spezialanfertigungen. „Ich möchte einen Änderungsservice für Menschen mit Einschränkungen oder Behinderungen etablieren“, betont Deuser. Dies fange bei größeren Knöpfen und Knopflöchern an, die bei eingeschränkter Feinmotorik hilfreich seien, und reiche bis zum Klettverschluss an der Hose, die den Reißverschluss ersetzen.

    Auch Magnetverschlüsse und Funktionskleidung, die das Mitführen von notwendigem medizinischen Zubehör erleichtert, seien Möglichkeiten, die das Leben im Alltag einfacher machen. „Da ich seit einigen Jahren auch als Kursleiterin tätig bin, habe ich das Ziel, diese spezielle Art der Kleidungsänderung in Seminaren zu unterrichten“, beschreibt Deuser ihre Pläne für die Zukunft. „Das Traumziel wäre natürlich eine Krankenkassenzulassung für diese Art der Kleideränderung“, sagt Deuser.

    Schließlich erleichtere die passende Kleidung die individuelle Pflege und senke damit auch die Kosten. „Es wäre ein riesiger Schritt bei der Umsetzung des inklusiven Gedankens“, betont Deuser, die mir ihrer Projektidee nicht nur den Betroffenen die Teilhabe an der Gesellschaft erleichtern, sondern auch einen Zweig der Schneiderei wachsen lassen könnte.

    Wer sich über das Projekt informieren möchte, kann sich an Claudia Deuser wenden, Telefon 02631/400 90 89, E-Mail an
    deuserc@gmail.com.

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