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Neuwied

Optimismus in der Stadt: Neuwieder Händler auf gutem Weg

Verantwortliche aus Handel und Verwaltung blicken optimistisch in die Zukunft: Neuwied ist ihrer Meinung nach auf einem guten Weg, um sich in schwierigen Zeiten als Einkaufsstadt zu behaupten.

<a href="http://www.rhein-zeitung.de/dossiers/dossier-kauf-lokal.html">Mehr zur RZ-Serie "Kauf lokal"...</a>

Von unserem Redakteur Frank Blum

Das machen Rolf Straschewski, der Leiter des Amts für Stadtmarketing, Franz Becher, der Vorstandssprecher des Aktionsforums der Neuwieder Geschäftswelt, und City-Manager Jochen Tautges im Gespräch mit der RZ deutlich.

Unisono nennen sie einen Grund für ihren Optimismus: die gute Kooperation aller maßgeblichen Akteure untereinander. Becher betont: „Nur wenn Verwaltung, Einzelhändler, Immobilienbesitzer und Bürger an einem Strang ziehen, lässt sich etwas erreichen.“ Und eben das geschehe in der Stadt. Zunächst ist die Stadt bei der Verbesserung der Infrastruktur in Vorleistung getreten, beispielsweise mit dem Ausbau der Engerser Straße oder der Umgestaltung des Luisenplatzes.

Zudem profitiert seit der Ansiedlung von Kaufland die obere Mittelstraße von der neuen Verkehrsführung. Die deutlich breiteren Bürgersteige leiten Kunden in die Fußgängerzone. Die Attraktivierung der Innenstadt macht sich rund um den Luisenplatz, der 1A-Lage der Deichstadt, auch mit einem höheren Angebot von Spezialläden wie einer Kaffeerösterei oder Jack Wolfskin bemerkbar. Für Tautges hat sich die City trotz der natürlichen Heterogenität im Einzelhandel „als lebendes Organ“ weiterentwickelt.

Und damit ist noch nicht Schluss: Mit der momentan laufenden Umgestaltung des Areals Marktstraße/Langendorfer Straße und dem Bau eines Zentralen Omnibushaltepunkts wachsen die Voraussetzungen dafür, dass sich die Innenstadt weiter verschönert. Davon profitieren auch die Ränder der Fußgängerzone. Dort entstehen für Einzelhändler wieder attraktive Lagen, die zudem leicht mit dem Fahrzeug erreichbar sind. Das große und kostengünstige Parkplatzangebot in der Innenstadt halten die Experten für einen zusätzlichen Pluspunkt.

Straschewski betont, dass es zudem gelungen sei, Neuwied als „Stadt der Märkte“ zu positionieren. Die über das ganze Jahr verteilten Veranstaltungen sorgten dafür, dass regelmäßig Tausende Besucher in die Stadt kämen. „Das sind Magnete“, bestätigt Becher. Doch mit dem bisher Erreichten wollen sich weder Einzelhandel noch Verwaltung zufriedengeben. Becher meint, dass es auch darum gehen müsse, die Zeitspannen zwischen den Märkten mit attraktiven Veranstaltungen zu füllen. Denn: Der Onlinehandel ist auf dem Vormarsch. Den wird man zwar nicht komplett stoppen können, doch zumindest eindämmen. Und zwar dann, wenn es gelingt, das Einkaufen als Erlebnis erfahrbar zu machen.

Dafür ist laut Becher jedoch eine noch engere Verzahnung des Einzelhandels notwendig. Weitere Geschäftsleute und Immobilienbesitzer müssten sich in Form ehrenamtlicher Arbeit und auch mit Spenden einbringen. Dass es dem Aktionsforum gelungen sei, im vergangenen Jahr immerhin 90 000 Euro für eine neue Weihnachtsbeleuchtung zusammenzutragen, sei ein erster wichtiger Schritt gewesen. „Wir müssen unsere Stärken auch deutlicher nach außen kommunizieren“, ist sich Tautges sicher. Nur so ließen sich Kunden, die Neuwied nicht auf ihrem „Einkaufszettel“ haben, in die Stadt locken. Als Beispiel nannte Becher das in Kooperation mit Andernach im vergangenen Jahr angebotene „Weihnachtsschiff“. „Das kann das Internet keinem Kunden bieten“, ist sich der Geschäftsführer der Drogerie Altpeter sicher. „Die Fußgängerzone muss zur Bühne für den Einkauf werden.“

Noch etwas stimmt Becher und Tautges hoffnungsvoll. Sie sind sich sicher, dass im Zuge des demografischen Wandels eine Rückbesinnung auf die Vorteile des Stadtlebens einsetzen wird. Für Straschewski ist der Tourismus ein weiteres Zugpferd. Die Stadt, die auch ein vielfältiges kulturelles Angebot vorhalte, verzeichne ständig wachsende Gäste- und Übernachtungszahlen. Davon profitiere der Einzelhandel. Um dessen Zukunft ist es Franz Becher nicht bange: „Der Einzelhandel stellt sich den Herausforderungen, das hat er immer getan. Wir können alles gebrauchen, aber kein Mitleid.“

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