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    Neuwied: Metzgerei Spindlböck ist insolvent

    Die alt eingesessene Neuwieder Metzgerei Spindlböck hat beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das teilt der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Jens Lieser (Koblenz) in einer Presseerklärung mit.

    Foto: dfb

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Die gute Nachricht dabei: Vorerst wird das Geschäft im bekannten Rahmen fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der 34 Beschäftigten sind bis Ende Juni durch Insolvenzgeld gesichert. Spindlböck-Chef Maik Linn selbst zeigte sich auf RZ-Nachfrage kämpferisch und vorsichtig optimistisch: "In der Vergangenheit sind ein paar Sachen nicht gut gelaufen, aber wir krempeln jetzt die Ärmel hoch. Wir boxen uns da durch. Es soll weitergehen", sagte er und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Insolvenzverwalter einen Sanierungsweg findet.

    Der verschafft sich nach eigener Aussage derzeit noch mit seinem Team "ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens". Trotzdem gab sich auch Lieser zuversichtlich: "Zufriedene Stammkunden und Verbraucher schätzen das qualitativ hochwertige und frische Fleisch- und Wurstwarensortiment der Metzgerei Spindlböck, das von einer meisterlichen und handwerklich erstklassigen Herstellung zeugt", sagte der Rechtsanwalt und betonte: "Daher sehe ich gute Chancen für eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens und werde hierfür alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen." In diesem Zusammenhang werde er jetzt umgehend Gespräche mit allen Beteiligten, unter anderem Banken, Lieferanten und Kunden aufnehmen.

    Geschäft läuft vorerst weiter

    Der Geschäftsbetrieb und die Produktion bleiben vorerst trotz Insolvenz an allen Standorten vollständig aufrecht erhalten. Der Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren sowie das Imbissangebot in den Metzgereien in der Neuwieder Fußgängerzone, der Dierdorfer Straße (Heddesdorf) und in Andernach laufen uneingeschränkt weiter. Das gilt auch für die Produktion am Standort Andernach.

    Als Gründe für die aktuelle finanzielle Schieflage nannte der Insolvenzverwalter den "starken Wettbewerb im Einzelhandel und die Marktmacht großer Lebensmitteleinzelhandelsketten". Linn ergänzte auf RZ-Nachfrage, dass auch die Großbaustelle in der Nähe seines Hauptgeschäfts in der Dierdorfer Straße "ein Pünktchen" gewesen sei. Neuansiedlungen in der Region spielten ebenfalls eine Rolle.

    Das in dritter Generation betriebene Familienunternehmen Spindlböck blickt auf eine über 60-jährige Metzgereitradition zurück und legt nach eigener Aussage größten Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette. So werde am Produktionsstandort in Andernach nur Fleisch verarbeitet, das von Tieren von Landwirten aus der heimischen Westerwald-, Pellenz- und Eifelregion stammt. Auch die Belieferung von Kunden aus den Bereichen Gastronomie und Handel sowie der Partyservice für Events mit bis zu 1000 Personen gehe wie bisher weiter.

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