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    Linz

    Nach mauem Start: Trödelliebhaber kommen auf ihre Kosten

    Der internationale Antiquitäten- und Trödelmarkt in Linz begann am Samstag noch mit grau verhangenem Himmel und Regenschauern. Deutlich anders sah es tags darauf aus, sodass Antiquitätenhändler und Schnäppchenjäger doch noch mit Sonnenschein entschädigt wurden.

    Viel zu sehen an alten Schätzchen gab es am Wochenende in Linz. Während am regnerischen Samstag nur Hartgesottene an den Ständen haltmachten, kamen am Sonntag wesentlich mehr Besucher und Spontanhändler in die Bunte Stadt.
    Viel zu sehen an alten Schätzchen gab es am Wochenende in Linz. Während am regnerischen Samstag nur Hartgesottene an den Ständen haltmachten, kamen am Sonntag wesentlich mehr Besucher und Spontanhändler in die Bunte Stadt.
    Foto: Simone Schwamborn

    Das Antitrödelwetter lockte am ersten Tag lediglich die Hartgesottenen in die Bunte Stadt. Mit aufgespannten Regenschirmen gingen sie über den Flohmarkt und fühlten mit den Händlern mit, die teilweise von weit her angereist waren und ihre Ware zunächst einmal mit Planen abdecken mussten. Doch am Nachmittag konnten Regenschirme, Regencapes und Planen zumindest zeitweise verstaut werden und Trödelstände ungehindert ihre Schätze offenbaren. An den Ständen rund um die Linzer Burg und am Gestade erlebten die unverdrossenen Sammler jede Menge Raritäten, Kitsch und Kurioses. Neben Schmuck, modernen Kleidungs- und Wohnaccessoires wurden vor allem alte Antiquitäten und Gebrauchsgegenstände, gut erhaltenes Porzellan, Secondhandbücher und vieles mehr angeboten. Gestöbert wurde zwischen silbernen und goldenen Preziosen, Hüten, Taschen und Tüchern als auch zwischen alten Bauerngerätschaften und Handwerkszeug. Als Spezialist für Porzellan bot Helmut Hirschberger Hummelfiguren und weitere ausgesuchte Waren an. „Das ist einer der wenigen Märkte, bei denen ich einen festen Standort habe, stets im Trockenen stehe und meine Stammkunden bei jedem Wetter kommen“, sagte der Gießener Porzellanfachmann, der seinen Stand unter dem Bahnviadukt aufgebaut hatte. Einige Porzellanliebhaber stöberten bei ihm einfach nur so oder suchten ganz konkret ein Teil eines alten Geschirrs und sprachen Hirschberger beziehungsweise dessen Frau darauf an.

    Im Gegensatz zum ersten Trödelmarkt in diesem Jahr blieben diesmal allerdings einige Standflächen leer. „Trödelmärkte sind stark witterungsabhängig. Anhand der Wetterapp verfolgen die Händler die Wetterprognosen über mehrere Tage und entscheiden dann trotz Reservierung kurz vorher, ob sie kommen oder nicht“, bedauerte Trödelmarkt-Organisatorin Andrea Schmidtken, dass sich im Gegensatz zu früher mehr Händler von Prognosen verunsichern ließen.

    Ihr Vater Franz Demandt und jetzt sie als seine Nachfolgerin organisieren den Linzer Trödelmarkt seit 40 Jahren. Schmidtken legt großen Wert darauf, dass der Anteil an Antiquitätenhändlern groß ist. „Es gibt nur wenige vergleichbare Trödelmärkte mit einem so großen Anteil an Antiquitäten. Deshalb schätzen Händler und Antiquitätenfreunde den Markt in Linz. Das ist auch ein Grund dafür, warum es ein kauforientiertes Publikum gibt, das sich vom Wetter nicht abschrecken lässt“, so Schmidtken.

    Am Sonntag ließ sich dann sogar die Sonne blicken, und es blieb trocken. „Spontanhändler“ fragten bei Schmidtken an, ob sie noch kommen dürfen. Wesentlich mehr Publikum als am Samstag pilgerte nach Linz, um zwischen alten Postkarten, Schildern, Puppen, Körben und Instrumenten etwas Ausgefallenes zu finden. Es war gar nicht so einfach, einen zentrumsnahen Parkplatz zu ergattern. So manche Raritäten und Kuriositäten fanden dann doch noch den Weg zur neuen Bestimmung. Auf dem Marktplatz konnten Kinder und Jugendliche ihre Spielsachen und Bücher an Gleichaltrige weitergeben.

    Von unserer Mitarbeiterin Simone Schwamborn

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