40.000
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Roßbach

Leader-Programm: Fließt Geld für die Wiedschleife und den Park der Stille?

Die finanzielle Lage ist zwar nicht die komfortabelste, dennoch wollen die Roßbacher noch ein paar Vorhaben anschieben – und umsetzen. Helfen soll dabei das Leader-Programm des Landes, von dem sich die Gemeinde Zuschüsse erhofft. Konkret geht es dabei um den alten Friedhof und die Wiedschleife.

Flutmulde, flacheres Ufer und ein zweiter Flussarm? Die Gemeinde Roßbach macht sich Gedanken um den Hochwasserschutz im Gebiet rund um die Wiedschleife.
Flutmulde, flacheres Ufer und ein zweiter Flussarm? Die Gemeinde Roßbach macht sich Gedanken um den Hochwasserschutz im Gebiet rund um die Wiedschleife.
Foto: Archivfoto Jörg Niebergall

Wie die RZ von Ortsbürgermeister Jürgen Becker erfuhr, kann die Gemeinde den Förderantrag für den "Park der Stille" mit Arboretum auf dem Areal stellen. "Weil dem Rat die ursprünglich kalkulierten 90 000 Euro zu viel waren, haben wir das Programm und damit auch den Kostenrahmen auf 40 000 bis 50 000 Euro abgespeckt", erklärt Becker. Jetzt sei nur noch zu klären, ob das Ganze unter diesen Voraussetzungen noch von Leader gefördert wird. Wenn ja, hoffen die Roßbacher auf einen Fördersatz von 50 Prozent.

Vorhaben Nummer zwei dreht sich um den Wiedbogen. Der soll nach Möglichkeit so umgestaltet werden, dass sich daraus wichtige Effekte in Sachen Hochwasserschutz ergeben. Das erscheint der Gemeinde wichtig, da Experten in ihren Prognosen von immer stärkeren Hochwassern an der Wied ausgehen würden. "Da müssen wir uns folgerichtig Gedanken machen, wie wir die Wohnbebauung besser schützen können", sagt der Ortsbürgermeister. Jürgen Becker erläutert zudem, an was bei der Umgestaltung zum Tragen kommen könnte: Zunächst einmal soll das Ufer abgeschält werden, das aufgrund von Ablagerungen an der Innenseite des Bogens Jahr für Jahr wächst. Zudem geht es darum, eine Flutmulde von 40 bis 50 Zentimeter Tiefe auf der Wiedaue anzulegen. Denkbar ist laut Becker auch ein zweiter Wiedarm, der quer durch die Aue verläuft. Mit Blick auf Flutmulde und zweiten Flussarm sieht der Ortsbürgermeister allerdings noch eine wichtige, aber ungeklärte Frage: "Wer unterhält und pflegt diese Elemente?" Um eine Antwort zu erhalten, wollen sich die Roßbacher mit Verantwortlichen der Kreisverwaltung zusammensetzen.

Fakt ist: Um in das Leader-Förderprogramm zu kommen, sind die ökologischen Ansatzpunkte unabdingbar, so Becker. Nur von Vorteil ist es darüber hinaus, wenn sich die Wiedschleife damit auch aus touristischer Sicht attraktiver darstellt. Von daher möchte die Gemeinde ein Konzept erstellt haben, dass anschließend schrittweise von ihr abgearbeitet werden kann. Die Kosten dafür sind mit 15 000 Euro netto (18 000 Euro brutto) beziffert. Über das Leader-Programm könnten immerhin 12 000 Euro fließen. Becker dazu: "Uns sind da bereits gute Aussichten signalisiert worden."

Übrigens: Die Umgestaltung der Wiedschleife würden keinerlei Nachteile für den Campingplatz "Wiedschleife" mit sich bringen. Auch der Landesplatz für die Gleitschirmflieger bliebe erhalten.

Von unserem Redakteur Ralf Grün

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