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Neustadt

Landesjagdverband klärt auf: Keine Angst vor dem Westerwälder Wolf [mit Video]

Die Aufregung um einen Wolf, der in der Nähe von Neustadt gesichtet wurde, ist groß. Der Landesjagdverband (LJV) Rheinland-Pfalz hat in diesem Zusammenhang zu einem besonnenen Umgang mit dem Raubtier aufgerufen.

Von unserer Redakteurin Christina Nover

"Angesichts der Populationsentwicklung in Deutschland ist das vermehrte Auftreten von wandernden Wölfen in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich", sagt LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann. "Ob der nun von einem Jäger gesichtete Wolf in Rheinland-Pfalz langfristig bleiben oder weiterziehen wird, bleibt abzuwarten." Wandern die durch Naturschutzrecht streng geschützten Wölfe auf natürliche Weise ein, greift die Schutzvereinbarung, die von allen deutschen Jagdverbänden in einem Positionspapier festgeschrieben wurde und bundesweit gültig ist, betont Bartmann weiter. "Langfristig sieht der LJV jedoch in Rheinland-Pfalz keine geeigneten Lebensräume für die Etablierung von Wolfsrudeln und Konflikte nicht nur mit den Nutztierhaltern und im Straßenverkehr kommen", erklärt Bartmann.

Wölfe sind scheue Tiere

Angst bräuchten die Menschen im Westerwald vor dem Wolf nicht haben, sollten sie ihm zufällig begegnen. "Wölfe sind vom Grundsatz sehr scheue Tiere. Eine laute Ansprache oder Klatschen sollten reichen, damit er sich erschrickt und verschwindet", erklärt der Vorsitzende der Kreisgruppe Neuwied, Michael Proca. Ein einzelner Wolf sollte demnach keine Bedrohung für den Menschen darstellen.

Drahtschlingfallen aufgetaucht

Etwas anderes sind die Drahtschlingenfallen, die ein Jagdpächter im Revier Rederscheid in großer Zahl entdeckt hat. Diese können Mensch wie Tier zum Verhängnis werden. Proca glaubt nicht, dass der Fallensteller es auf den Wolf abgesehen hat. Die Fallen seien demnach eher für Hasen oder Rehwild bestimmt. Erste Tiere sind schon in den Fallen verendet. "Eine riesen Sauerei ist das und nichts anderes als Jagdwilderei", erklärt Proca.

Er ist sich sicher, dass die Fallen nicht von einem deutschen Jäger ausgelegt wurden. "Diese Fallentechnik wird hierzulande nicht genutzt, da wir ein anderes Verständnis von der Jagd haben", berichtet er. Die Vermutung liegt daher nah, dass die Täter einen osteuropäischen Hintergrund haben. Einen Zusammenhang mit Flüchtlingen bezweifelt er.

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