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Dierdorf

Künstler zeigen Lieblingsplätze: Menschen mit Handicap stellen in Dierdorf aus

Angela Göbler

Da wurde Dierdorf zu einer kleinen Kunstmetropole: Am Freitag öffneten gleich zwei Ausstellungen in unmittelbarer Nähe ihre Pforten in der Stadt. In der Alten Schule zeigen gerade Menschen mit Behinderung ihre Arbeiten für den Jahreskalender des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. Zeitgleich prangen an den Wänden des mittelalterlichen Uhrturms, kaum 100 Meter entfernt, die Kunstwerke von Schülern ab dem Grundschulalter bis zum Leistungskursteilnehmer aus der Oberstufe (siehe unten). Zur Vernissage in der Alten Schule waren nicht nur einige der Künstler bei Stadtbürgermeister Thomas Vis zu Gast, sondern auch Landessozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Landesamtspräsident Detlef Placzek.

Thomas Vis, Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Detlef Pazcek bewundern die Ausstellung behinderter Künstler in der Alten Schule. Fotos: Angela Göbler
Thomas Vis, Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Detlef Pazcek bewundern die Ausstellung behinderter Künstler in der Alten Schule. Fotos: Angela Göbler
Foto: Angela Göbler

„In aller Hektik sollte man auch mal eine Pause einlegen und an seinem Lieblingsort entspannen“, findet Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Dazu laden die gerade in Dierdorf gezeigten Bilder ein: „Mein Lieblingsplatz“, so lautet die diesjährige Überschrift über den Kalender, den das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung herausgegeben hat. Schon seit 1981 gestalten Menschen mit Behinderungen aus Werkstätten und Einrichtungen in Rheinland-Pfalz jedes Jahr diese besondere Zusammenstellung. Auch in diesem Jahr wurden mehr als 1000 Arbeiten eingereicht, aus den eine fünfköpfige Expertenjury 13 Werke für den Kalender und fast 100 weitere für die Ausstellung ausgewählt hat. Letztere ist gerade auf Tour durch das Land. Dierdorf ist bereits die vierte Station.

Zahlreiche Gäste waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung in den Dierdorfer Uhrturm gefolgt. Gezeigt werden die Werke von Schülern.
Zahlreiche Gäste waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung in den Dierdorfer Uhrturm gefolgt. Gezeigt werden die Werke von Schülern.
Foto: Angela Göbler

Zu sehen sind vielfältige Interpretationen des immer gleichen Themas: Wo fühle ich mich wohl, wo bin ich am liebsten? Mit Kreide und Acrylfarbe, in Aquarelltechnik oder mit dem spitzen Bleistift haben die behinderten Künstler ihre Lieblingsplätze dargestellt. Vom Liegestuhl am Seeufer bis zur blühenden Blumenwiese, vom heimischen Sofa bis zur Sehenswürdigkeit ist alles dabei. „Ich mag alte Gebäude, also habe ich die Porta Nigra in Trier gemalt“, erklärte zum Beispiel Künstlerin Brunhilde Kockelmann ihre Zeichnung.

Angesichts der vielen, farbenfrohen Arbeiten betonte sogar Landesamtschef Detlef Placzek, dass sein Lieblingsplatz gar nicht der Schreibtisch im Büro sei. Dafür konnte er schon das Motto für das nächste Jahr verkünden: 2019 wird das Thema „Hobby und Beruf“ über dem Kalender stehen. Die fleißigen Künstler wälzen sicher jetzt schon die ersten Ideen. Übrigens: Die Arbeiten der behinderten Künstler können auch über das Landesamt erworben werden, Kontakt: Bauer.Reinfried@lsjv.rlp.de

Zu sehen ist die Ausstellung in der Alten Schule in Dierdorf wie auch die im Uhrturm bis Anfang Mai: Wenn die Stadt Dierdorf am Sonntag, 6. Mai, ihren Maimarkt feiert, sind beide Ausstellungsorte noch mal für alle interessierten Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

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