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Kreis Neuwied

Feuerwerkstrends im Kreis Neuwied: Die meisten greifen zur Batterie

Christina Nover

Am Silvesterfeuerwerk scheiden sich alljährlich die Geister. Die einen lieben Funkenregen und Böllerei, die anderen würden es am liebsten verbieten. Trotz zunehmend kritischer Stimmen und Hinweisen auf Feinstaubbelastung greifen die Menschen im Kreis Neuwied auch dieses Jahr wieder kräftig bei den Silvesterartikeln zu.

Egal ob Wunderkerze, Böller oder Rakete – zahlreiche Feuerwerksartikel landeten in den vergangenen Tagen im Einkaufskorb.  Foto: Christina Nover
Egal ob Wunderkerze, Böller oder Rakete – zahlreiche Feuerwerksartikel landeten in den vergangenen Tagen im Einkaufskorb.
Foto: Christina Nover

Egal ob in Supermärkten, Einkaufscentern und Handelsketten: Raketen, Wunderkerzen und Co. werden reihenweise über die Kassenscanner gezogen. Von ungetrübter Kauffreude kann zum Beispiel Susanne Wertchen, Verkäuferin bei Müller in Neuwied, berichten. „Vor allem Väter stehen mit ihren Kindern vor den Feuerwerksartikeln, und die Kleinen sind ganz aufgeregt und zappelig bei der Auswahl.“ Zum Sortiment gehören neben gemischten Packungen, Batterien und Kinderfeuerwerk auch Besonderheiten wie die Wunschrakete. Die „Wunschfunktion“ besteht aus einem Zettel, der durch einen Schlitz in die Raketenkappe gesteckt werden kann.

Lärm mit Geschichte

Bei Woolworth in Neuwied sind besonders Böller beliebt, wie Filialleiterin Silvia Hölter berichten kann. „Alles was knallt, geht weg wie nix“, sagt sie und macht zugleich deutlich, dass sie selbst kein Fan der Krachmacherei ist. Dabei hat diese Geschichte: Dämonen und böse Geister mit ohrenbetäubendem Lärm vertreiben – das ist seit vielen Jahrhunderten ein Ziel des großen und vor allem lauten Spektakels an Silvester. Bereits die Germanen begrüßten das neue Jahr mit Rasseln, Dreschflegeln und Peitschen. Auch die Tradition, die Silvesternacht mit Licht zu erhellen, stammt aus dieser Zeit.

Heutzutage liefern Feuerwerkshersteller wie Weco aus Eitorf die nötigen Hilfsmittel. Wie groß die Euphorie ist, bekommt das Unternehmen alljährlich beim Werksverkauf zu spüren. Wie Pressesprecher Oliver Gerstmeier berichtet, reisten die ersten Käufer bereits am Mittwochvormittag, rund 15 Stunden vor dem Start, an, und richteten sich häuslich ein. Eine ganze Reihe von Feuerwerksfans übernachtete vor den Toren der Fabrik, um sich einige der beliebten Überraschungspakete zu sichern und den Kofferraum mit jeder Menge Zündstoff zu füllen.

Kunden legen Wert auf bestimmte Effekte

Trends sind weiterhin Batterien und Verbundartikel – die es mittlerweile in allen Preisklassen gibt. Käufer legen laut dem Experten dabei nicht mehr nur Wert auf Brenndauer und Schussanzahl, sondern auch auf bestimmte Effekte. Rückgängig sind laut Gerstmeier Böller – sie machen bei Weco nur etwa 4 bis 5 Prozent des Umsatzes aus. Egal, ob Knallkörper, einzelne Rakete oder großes Feuerwerk aus der Batterie: „Beim Abbrennen immer Vorsicht walten lassen“, warnt Gerstmeier.

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