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Neuwied

Erweckung der Lebensmüden

In Martin Walsers Novelle „Mein Jenseits“ fasst der alte Professor Feinlein seine Bilanz in einen großen Satz: „Ich ging immer an einer Wand entlang, die würde aufhören, dann begänne das Leben, die volle Berührung. Das war ein Irrtum. Diese Wand war das Leben.“ Der Leser schaut Feinlein über die Schulter, trauert mit. Denn die Erkenntnis, sein Leben nicht gelebt zu haben, ist die traurigste.

Neuwied. In Martin Walsers Novelle „Mein Jenseits“ fasst der alte Professor Feinlein seine Bilanz in einen großen Satz: „Ich ging immer an einer Wand entlang, die würde aufhören, dann begänne das Leben, die volle Berührung. Das war ein Irrtum. Diese Wand war das Leben.“ Der Leser schaut Feinlein über die Schulter, trauert mit. Denn die Erkenntnis, sein Leben nicht gelebt zu haben, ist die traurigste.


Beim Theaterstück „norway.today“ schauen die Besucher Julie und August dabei zu, wie die beiden Suizidkandidaten das Leben entdecken, hinter die Wand gelangen, die volle Berührung erfahren – und deshalb nicht von einer 600 Meter hohen Klippe in den Tod springen. Boris Weber hat das Stück von Igor Bauersima inszeniert.
Die Bühne ist kaum eine. Europaletten bilden die Klippe, weiße Folie die norwegische Schneelandschaft. Wer wenig fürs Auge bietet und viel von der Fantasie verlangt, hat meist gute Schauspieler in der Hinterhand. Weber hatte am Donnerstagabend mit Jule Pater (Julie) und Johannes Krobbach (August) zwei ausgezeichnete Darsteller auf der Scala-Bühne.

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