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    Betreiberfirma der Biogasanlage in Neitzert insolvent

    Die Biogasanlage in Neitzert läuft zwar derzeit unverändert weiter, doch die Betreiberfirma, die Biogasanlage Neitzert GmbH & Co.KG, befindet sich bereits seit einigen Tagen in einem vorläufigen Insolvenzverfahren.

    Trotz Insolvenz der Betreiberfirma läuft die Biogasanlage in Neitzert weiter. Foto: Angela Göbler
    Trotz Insolvenz der Betreiberfirma läuft die Biogasanlage in Neitzert weiter.
    Foto: Angela Göbler

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

    Das haben sowohl das Amtsgericht Trier als auch die zunächst vorläufig eingesetzte Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Christine Frosch, auf RZ-Anfrage bestätigt.

    Feststeht: Die Betreiberfirma ist in eine finanzielle Schieflage geraten. Die Insolvenzverwalterin hat sich zunächst mal einen Überblick über die Lage verschafft und festgestellt: „Anlage und Geschäft sind ordentlich geführt worden.“ Ferner nennt sie im Gespräch mit unserer Zeitung verschiedene Gründe für das laufende Verfahren: „Die Anlage hatte von Beginn an keine positive Resonanz im Umfeld. Die rechtlichen Auseinandersetzungen in den vergangenen acht Jahren sind zwar positiv für das Unternehmen ausgegangen, aber sie waren auch sehr kostenintensiv. Immerhin hat es im zweistelligen Bereich Verfahren gegeben.“

    Obendrein gab es in jüngerer Vergangenheit einen Motorschaden, der ebenfalls erhebliche Kosten nach sich zog. „So summierten sich kostenintensive Ereignisse, die auf Dauer zu finanziellen Engpässen geführt haben“, sagt Christine Frosch.

    Hinzu kommt: Die Genehmigungsbehörde koppelte jüngst die Betriebserlaubnis an strenge Auflagen. Diese wiederum sind mit erheblichen Investitionen verbunden. Unabhängig davon, wer künftig die Biogasanlage betreibt, muss auf jeden Fall das Gärrestelager abgedeckt werden. „Das wiederum wird künftig den Emissionsausstoß weiter absenken“, erklärt die Insolvenzverwalterin, die zudem um Akzeptanz wirbt und betont, dass die zulässigen Grenzwerte bereits in der Vergangenheit stets unterschritten worden seien.

    Die Insolvenzverwalterin strebt zunächst ein Einvernehmen mit den Gläubigerbanken an. Diese haben schließlich die Anlage finanziert. Dabei möchte Christine Frosch eine Regelung, die es erlaubt, über so viel Geld zu verfügen, damit die Anlage weiter betrieben werden kann. Was das angeht, zeige sich die Bank kooperativ. Mitarbeiter sind übrigens beim Unternehmen nicht angestellt. Laut Insolvenzverwalterin gibt es in Sachen Betrieb und Wartung Dienstleistungsaufträge.

    Vom Gericht hat die Rechtsanwältin einen Gutachterauftrag erhalten. Sie soll prüfen, ob überhaupt „Masse“ da ist, die die anfallenden Verfahrenskosten deckt und ob der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann. So wird in einem ersten Schritt in Absprache mit der Bank ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger den Wert der Biogasanlage in Neitzert festlegen. Sobald an diesem Punkt Klarheit herrscht, steht die Investorensuche im Fokus der Insolvenzverwalterin. Den Ausgang des Verfahrens bezeichnet sie als offen.

    Davon abgesehen will sich Christine Frosch bald mit den Landwirten treffen: „Die Felder werden bestellt, da wollen sie wissen, ob sie Biomasse für die Anlage anbauen und liefern können.“

    Neuwied Linz
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