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Waldbreitbach

Ausflug an die Wied: Tintenfischpilze wachsen am Wegesrand

Für Wanderfreunde gibt es bekanntlich kein schlechtes Wetter: Mit der richtigen Funktionsbekleidung ist auch ein Regenschauer kein Problem. Wer lieber bei schönem Wetter die Natur genießt, für den herrschten gestern beim Wiedtaler Wandertag perfekte Bedingungen: sonnig, leicht bewölkt, nicht zu heiß und trocken.

Von unserer Mitarbeiterin Andrea Fehr

Spontan packten einige den Rucksack und entschieden sich kurzfristig für einen Ausflug an die Wied.

Zumindest war dies die Beobachtung des Leiters der Touristik-Information Wiedtal, Florian Fark, am Startpunkt der verschiedenen Touren vor dem Hotel Hertling. Insgesamt vier Busse voller Wanderfreunde machten sich im Laufe des Vormittags auf den Weg zu den unterschiedlichen Strecken der geführten Sternwanderungen. Zur Auswahl standen vier Strecken mit Distanzen zwischen 5 und 17 Kilometern – da war sowohl für Anspruchsvolle und Routinierte als auch für Einsteiger etwas dabei. Neben den rund 200 Teilnehmern waren auch einige Individualwanderer auf der Katzenschleif und der Wiedblick-Tour unterwegs.

Die kürzeste geführte Tour von Roßbach nach Waldbreitbach startete um 11 Uhr mit der Abfahrt des Busshuttles nach Roßbach. Beim Einsteigen fällt auf: Wandern ist ein Freizeitvergnügen für alle Generationen. Die jüngsten Teilnehmer sind vier Jahre, die ältesten gehören der Großelterngeneration an. Auf gut anderthalb bis zwei Stunden schätzen die Wanderführer die vor der Gruppe liegende, knapp fünf Kilometer lange Wegstrecke. Einige der routinierten Wanderer ziehen die Augenbrauen etwas überrascht hoch. Und tatsächlich: Während die Gruppe beim Start an der Wiedhalle noch eng beisammen ist, zieht sich in der flachen Au das Feld schnell auseinander. Vorn geht es flott voran, hinten haben die kurzen Beine der Kinder Schwierigkeiten, mitzuhalten.

Dennoch halten die beiden Jüngsten tapfer mit – und beim steilen Aufstieg in Richtung Gasbitze zieht sich das Feld wieder zusammen. Trotz des vorgegebenen Tempos bleibt beim Weg durch den Wald trotzdem genügend Zeit für einen Blick rechts und links des Weges. Mehrere große Nacktschnecken kreuzen den Weg und werden von den Kindern interessiert beobachtet. Immer wieder recken Pilze ihre Fruchtkörper aus dem weichen Waldboden neben dem Weg: Für sie boten die letzten Tage ideale Wachstumsbedingungen. Einige merkwürdig geformte Pilze werden zum Blickfang. "Die sehen aber komisch aus" stellt Laura fest. "Das sind Tintenfischpilze", weiß eine Wandererin. Woher der Name kommt, ist offensichtlich: Die Arme des Pilzes sehen aus wie die Tentakel eines Oktopus. "Diese Pilze sind ungefähr seit den 1930er-Jahren hier in Europa verbreitet."

Dann führt der Weg aus dem Wald hinaus, und die ersten Häuser von Gasbitze kommen in Sicht. In steilen Serpentinen geht es wieder hinunter zur Wied. Am Campingplatz in Waldbreitbach trennt sich die Gruppe: Während die Mehrzahl gemütlich am Schützenhaus vorbei an der Wied zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung geht, führt die Route einige andere Wanderer noch in einer Schleife über den Judenfriedhof. Zufrieden erreicht die Gruppe schließlich den Ausgangspunkt – und freut sich auf die Schlussrast. Dafür hat die Gastronomie in Waldbreitbach einige besondere Angebote geschnürt: Mit leichten Gerichten oder süßen Leckereien genau das richtige nach einer rundum gelungenen Tour.

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