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    Idar-Oberstein

    Wilhelmstraßegehört jetzt auch zur Innenstadt

    Zum Sanierungsgebiet für das Förderprogramm "Aktive Stadt - Innenstadt Oberstein" gehört jetzt auch das Quartier Wilhelmstraße. Die Erweiterung beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Der früher einmal von pulsierendem Leben erfüllte und seit der Naheüberbauung wirtschaftlich immer mehr abgehängte Bezirk soll mit dem Stadttheater und dem Industriedenkmal Bengel zum einen den Altstadtbereich ergänzen.

    Abgehängt: Seit die Naheüberbauung die Wilhelmstraße vom Obersteiner Zentrum abschnitt, geht es bergab mit dem einst florierenden Viertel. Das soll sich jetzt mit Hilfe des Förderprogramms "Aktive Stadt" ändern.
    Abgehängt: Seit die Naheüberbauung die Wilhelmstraße vom Obersteiner Zentrum abschnitt, geht es bergab mit dem einst florierenden Viertel. Das soll sich jetzt mit Hilfe des Förderprogramms "Aktive Stadt" ändern.
    Foto: Hosser

    Zum anderen soll die Wilhelmstraße selbst durch gezielt geförderte private Initiativen aufgewertet werden. Schon seit Jahren werde darüber geredet - "passiert ist aber nichts", wie Josef Mähringer für die SPD-Fraktion feststellte. "Vielleicht gibt's eine Initialzündung, wenn mal einer anfängt", meinte Armin Korpus (CDU). Er regte an, die Anwohner doch mal persönlich anzusprechen. Gerade dort könne man schon mit kleinen Maßnahmen etwas bewegen, meint auch Wolfgang Augenstein (LUB).

    Aus dem Programm "Aktive Stadt" können private und öffentliche Vorhaben mit 75 Prozent gefördert werden. Im Vorfeld waren ab Mitte 2012 Fragebogen an etwa 70 Haushalte (Bewohner und Hauseigentümer) verteilt worden, um die vorhandenen Daten zu ergänzen, aber auch Wünsche und Anregungen zu erfassen. Allerdings wurden nur zwölf Bogen zurückgesandt.

    Die Situation ist alles andere als rosig: Bereits heute sind 28 Prozent der Einwohner älter als 60 Jahre. Das Statistische Landesamt sagt bis zum Jahr 2050 einen Bevölkerungsrückgang von circa 25 Prozent voraus. Die Wilhelmstraße und ihr Umfeld sind geprägt durch historische Wohn- und Fabrikgebäude des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Einige davon, insbesondere jene, die einst als Wohnhäuser für die Arbeiter dienten, sind aber in einem schlechten Zustand und stehen teilweise leer. Das gilt allerdings auch für Wohnhäuser neueren Datums.

    Die Lage zwischen der stark befahrenen Naheüberbauung und der Bahnstrecke begrenzt die Entwicklungsmöglichkeiten der Grundstücke. Die zur B 41 ausgerichteten Gebäude leiden zudem unter einer erheblichen Lärmbelastung. Insgesamt macht das Gebiet trotz einzelner Verbesserungen "einen etwas verwahrlosten Eindruck, dem dringend entgegengewirkt werden sollte", heißt es zusammenfassend in der Vorlage der Verwaltung für den Stadtrat.

    Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass die Wilhelmstraße und in Richtung Bahnhof die Wasenstraße durch die direkte Nähe zur Nahe und zum Bahnhalt ab Mitte des 19. Jahrhunderts zum Zentrum der Schmuck- und Metallverarbeitung wurden. In den Hochzeiten arbeiteten dort mehrere Tausend Menschen. Von jener Blüte zeugen noch einige repräsentative Villen und Wohnhäuser, die auch in der Denkmaltopografie für den Landkreis Birkenfeld beschrieben sind.

    Neben Stadttheater und dem gegenüberliegenden Parkhaus sowie der ehemaligen Bijouterie- und Uhrkettenfabrik Bengel gibt es in der Wilhelmstraße inzwischen nur noch einzelne Gewerbebetriebe - allen voran die Firma Reischauer mit an diesem Standort noch etwa 50 Beschäftigten.

    Von unserem Redaktionsleiter Kurt Knaudt

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