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Stipshausen

Stipshausen widmet sich dem Klimaschutz

Das Quartierskonzept der Ortsgemeinde Stipshausen nahm in der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates breiten Raum ein. Über den Sachstand wurden die Ratsmitglieder von Dr. Alexander Reis vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement am Umwelt-Campus Birkenfeld (Ifas) informiert.

Foto: Reiner Drumm

Doch zunächst stellte sich Christoph Benkendorff als Klimawandelmanager der VG Rhaunen dem Gremium vor. Er erläuterte seinen Werdegang sowie seine Tätigkeit in der VG, wo er für Gemeinden, Unternehmen und Bürger tätig werden möchte. Er ermutigte dazu, sich mit Fragen zur Energieeffizienz jederzeit an ihn zu wenden. Der Klimawandelmanager sprach in diesem Zusammenhang diverse Förderkulissen an.

Im Hinblick auf das Quartierskonzept gab Reis einen Überblick zum aktuellen Projektstand. In diesem Zusammenhang nannte er zunächst Felder, die es noch zu bearbeiten gelte. Er nannte die Leerstände, die Baualtersklassen und den förmlichen Beschluss zur Teilnahme am Zenapa-Programm. Die Baualtersklassen wurden anhand eines Luftbildes vom Rat zugeordnet. Reis listete Maßnahmen auf, die sich in folgenden Bereichen kristallisiert haben: in öffentlichen Gebäuden (Schule, Kindergarten, Sportlerheim und Gemeindehaus) sowie im privaten Bereich.

Beim Stichwort „Einsparpotenzial Schule“ wurde im Gremium die Thematik des baldigen Leerstandes thematisiert. Horrende Summen zu investieren, ohne dass geklärt ist, wie es dort weitergeht, mache zunächst keinen Sinn.

Im Kindergarten ließe sich der Austausch der Beleuchtung auf LED bereits innerhalb von rund zwei Jahren amortisieren. Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Kindergartens – und bei 65 Prozent Eigennutzung der dort erzeugten Energie wäre die Anlage nach zwölf Jahren abbezahlt. Zudem sollte der Warmwasserspeicher gegen einen Durchlauferhitzer ausgetauscht werden, was sich schon nach fünf Jahren rechne. Größter Posten im Kindergarten ist der Ersatz der Nachtspeicherheizung durch eine moderne Öl- oder Pelletheizung.

Die Möglichkeit eines Nahwärmenetzes scheint schwieriger umsetzbar zu sein. Realistisch wäre wohl ein Netz, an das Kindergarten und Schule angebunden werden. Die Heizstation könnte in einer Containerlösung umgesetzt werden, wobei dieser zwischen den beiden Gebäuden installiert werden könnte.

Im Sportlerheim sollte ebenfalls die Beleuchtung auf LED umgestellt (bezahlt nach 1,7 Jahren) und die Rohrleitungen des Heizsystems gedämmt werden, was sich schon nach einem Jahr rechnen würde.

Zweigeteilt ist die Leuchtensituation im Gemeindehaus. Während sich eine neue LED-Beleuchtung im Saal schon nach 1,3 Jahren auszahlt, würde sich die Bühnenbeleuchtung erst nach 11,5 Jahren rechnen. Die Heizpumpen sollten ebenfalls getauscht werden, was sich nach zwei Jahren rentiert, während man bei der Heizung offenbar noch abwarten könne.

Letztlich stellte Reis eine Verbindung zur Bikeregion her. Möglicherweise könnte man eine solargespeiste E-Bike-Ladestation errichten.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Rat eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik ins Auge gefasst. Seinerzeit scheiterte die Idee noch an den Kosten. Mittlerweile gibt es neue Voraussetzungen. Für Reis wäre die Umstellung eine erste Maßnahme aus dem Quartierskonzept. Sie kann mit einem Fördervolumen von 20 Prozent unterstützt werden. Beim Austausch aller Lampen im Ort beträgt der Eigenanteil 50.230 Euro. Basis der Berechnung sind laut Ifas vorliegende OIE-Daten. Gefördert werden aber nur die bestehenden Leuchten. Ungeachtet dessen möchte man im Rat bei dieser Gelegenheit zusätzliche Leuchten für die Heidestraße und am Friedhof anschaffen. Der Ortsbürgermeister wurde deshalb einstimmig beauftragt, einen Förderantrag auf den Weg zu bringen.

Von unserem Mitarbeiter
Hermann Mosel

Idar-Oberstein Birkenfeld
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