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    Birkenfeld

    Steuerpflichtig sind zunächst alle

    Hunde sind die ehrlichsten Steuerzahler, die man sich denken kann. Meist tragen sie den Beweis ihrer Redlichkeit sogar in Form einer Blechmarke um den Hals. 1722 Hunde waren im Jahr 2013 in der Verbandsgemeinde Birkenfeld gemeldet. Und mag der Beitrag, den des Menschen bester Freund zur Konsolidierung kommunaler Haushalte beiträgt, auch gering sein. Steuerpflichtig sind sie grundsätzlich alle, unabhängig von Rasse, Gewicht oder Größe.

    Herrchen zahlt: Zwei der 1722 in der VG gemeldeten Hunden.
    Herrchen zahlt: Zwei der 1722 in der VG gemeldeten Hunden.
    Foto: Reiner Drumm

    Von unserem Redakteur Klaus-Peter Müller

    Die Entscheidung, wer wie viel Hundesteuer zahlen muss, gehört zu den letzten Privilegien der Ortsgemeinden. Es gibt keinerlei Vorgaben, geschweige denn Richtwerte. Steuerparadies für Hundefreunde ist in der VG Birkenfeld die Gemeinde Ellenberg, wo lediglich 12 Euro im Jahr für den ersten Vierbeiner, ab dem dritten 24,60 Euro fällig werden. Spitzensätze werden in der Kreisstadt mit 84 Euro für den ersten und 180 Euro ab dem dritten Hund erreicht. Auch Brücken und Hoppstädten-Weiersbach verlangen ähnlich viel. In den meisten der 30 Dörfer in der Verbandsgemeinde Birkenfeld werden aber nur zwischen 30 und 40 Euro für die Hundesteuer fällig.

    Allein der Tatbestand der Hundehaltung zwingt Herrchen zur Zahlung der Abgabe. Weil in der Regel für den zweiten und jeden weiteren Hund in einem Haushalt ein höherer Steuersatz anfällt, ist zu vermuten, dass etliche Gemeinden bestrebt sind, mittels Steuerdruck die Zahl der Tiere in Grenzen zu halten, sagt Matthias Bachmann vom Fachbereich Finanzen der VG-Verwaltung.

    Deutlich wird diese Absicht in Hattgenstein, wo der erste Hund noch 41 Euro kostet, der dritte aber bereits mehr als 100 Euro. Vom vielerorts üblichen Verfahren, mittels – meist extrem hoher – Steuern die Haltung von sogenannten Kampfhunden oder gefährlichen Rassen zu unterbinden, wird im Birkenfelder Land kein Gebrauch gemacht. Auch gibt es keinerlei Zweckbindung der Hundesteuer: Dass Herrchen oder Frauchen damit sozusagen das Reinigungspersonal für städtische Gehwege und beim Gassigehen missbrauchte öffentliche Anlagen abgelten, gehört ins Reich der Fabeln.

    Steuerpflichtig sind Hunde von Geburt an. Der Halter muss seinen vierbeinigen Hausgenossen binnen 14 Tagen nach Aufnahme in den Haushalt anmelden. Ob der neue Mitbewohner als Welpe von der Mutterbrust gerissen wurde oder erst im besten Mannesalter für den häuslichen Wachdienst geordert wurde, ist dabei egal. Selbst Hunde, die nach Gemeindesatzung für eine Steuerbefreiung in Frage kommen – wie ausgebildete Blindenhunde – sind zunächst anzumelden. Ob dem Begehren des Hundehalters stattgegeben wird, entscheidet die Verwaltung mit einem entsprechenden Steuerbescheid. Halbe Steuer gibt es auf Antrag für höchstens zwei Hunde, die ein Gebäude bewachen, das mehr als 200 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt liegt.

    Ein Jahr Steuerfreiheit gewährt die Stadt Birkenfeld für Hunde, die aus einem Tierasyl im Landkreis aufgenommen wurden. Nicht zu besteuern sind laut Gesetz Diensthunde, die Tiere von Hundehändlern sowie Sanitäts- oder Rettungshunde.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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