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    Birkenfeld

    Spielzeug-Hit aus Birkenfeld: Kinder fliegen auf Fidget Spinner

    Ein Spielzeug, nachdem Kinder gerade total verrückt sind, ist der Grund dafür, warum derzeit bei zwei Jungunternehmern aus Birkenfeld der Laden rasant brummt. Denn Alexander Hernonimus (32) und Ullrich Kroonder (31) verkaufen über Amazon und andere Internetverkaufs-plattformen sehr erfolgreich ihre Fidget Spinner. Die kleinen, sehr schnell rotierenden Kunststoffgeräte, die aus einem Kugellager und einem drehbaren Element bestehen und zumeist so ähnlich wie ein Wurfstern aussehen, stellen Heronimus und Kroonder selbst auf einem 3-D-Drucker her.

    Diese bunten, schnell rotierenden Spielzeuge sind derzeit der große Renner auf deutschen Schulhöfen und lassen bei Ulrich Kroonder (links) und Andreas Heronimus die Kasse klingeln. Die beiden Birkenfelder Geschäftsleute stellen mit 3-D-Druckern Fidget Spinner her. Foto: Reiner Drumm
    Diese bunten, schnell rotierenden Spielzeuge sind derzeit der große Renner auf deutschen Schulhöfen und lassen bei Ulrich Kroonder (links) und Andreas Heronimus die Kasse klingeln. Die beiden Birkenfelder Geschäftsleute stellen mit 3-D-Druckern Fidget Spinner her.
    Foto: Reiner Drumm

    Bestseller bei Amazon

    Ihr größter Kassenschlager, der neongrüne „Fidget Spinner Star Brass“, hatte lange Zeit einen Platz unter den Top Ten in der der Spielzeugbestsellerliste bei Amazon inne und steht dort aktuell (Stand: 16. Juni) zum Verkaufspreis von 5,85 Euro auf Rang 42. „Wir sind im Moment ziemlich am rotieren und haben viel um die Ohren. Meistens kommen wir hier vor Mitternacht nicht raus“, sagt Heronimus beim Besuch der NZ. Er und sein Geschäftspartner hatten ursprünglich 2014 in den Räumen eines ehemaligen Lebensmittelladens in der Wasserschieder Straße 15 einen Internethandel für LED-Lampen eingerichtet. Diese Produkte verkaufen sie zwar nach wie vor, doch er spielt derzeit nur noch eine Nebenrolle, weil sich seit einigen Monaten fast alles nur noch um die Herstellung der Fidget Spinner dreht.

    Dabei kam den beiden zupass, dass sie, bevor der Hype um diese Spielzeuge in Deutschland so richtig losging, schon früh den richtigen Riecher hatten. „Durch Zufall bin ich voriges Jahr im Internet über einen Bericht über Fidget Spinner gestolpert. Ich war anfangs eigentlich gar nicht so euphorisch und habe mich gefragt, wer so ein Drehteil überhaupt in der Hand halten will. Da ich aber hobbymäßig schon einen 3-D-Drucker hatte, haben wir einfach mal versucht, so ein Teil herzustellen.“ Was folgte, fasst Kroonder kurz und bündig zusammen. „Dann hat es gekracht.“

    Im Dezember 2016 verkauften die beiden über Ebay ihren ersten Fidget Spinner, dessen Design sie sich haben patentieren lassen. „Damals gab es in Deutschland außer uns vielleicht noch eine Handvoll andere Anbieter“, sagt Heronimus. Schon kurz darauf boten sie ihre Spielzeuge auch über Amazon an. Inzwischen haben Heronimus und Kroonder mehr als 70 verschiedene Modelle in ihrem Portfolio. Sie beliefern damit außerdem Großhändler und verkaufen die Spinner zudem noch über den hauseigenen Internetshop www.fidgets.de.

    Angefangen hat das Duo mit der Herstellung der Spielzeuge auf einem 3-D-Drucker. Doch um die darauf folgende Flut an Bestellungen überhaupt zu bewältigen, laufen mittlerweile fast permanent 75 dieser jeweils etwa 1000 Euro teuren Geräte in der Wasserschieder Straße. Außerdem sind mehr helfende Hände nötig. Gab es früher in der „LED-Garage“, so der Firmenname, nur einen Mitarbeiter, so sind dort aktuell ein Festangestellter, ein Leiharbeiter und vier 450-Euro-Kräfte beschäftigt.

    Wie sehr durch das Geschäft mit den Fidget Spinnern die Kasse der beiden klingelt, wollen Heronimus und Kroonder nicht preisgeben. „Die Umsatzzahlen sind Betriebsgeheimnis“, sagen sie. Nur so viel verraten die beiden. Sie haben bisher mehr als 100.000 ihrer selbst produzierten Spielzeuge verkauft.

    Konkurrenz aus China wird stärker

    Die weitere Entwicklung sehen Heronimus und Kroonder aber ganz nüchtern. „Klar sind die Spinner das beste Geschäft, das wir je gemacht haben. Es ist aber wie beim Jo-Jo oder Tamagochi. Es geht alles sehr schnell, und der große Hype ist fast schon wieder vorbei. Wir merken jedenfalls, dass die Verkaufszahlen am zurückgehen sind. Außerdem haben wir immer stärker mit der Konkurrenz aus China zu kämpfen“, sagt Heronimus. Dabei verweist er darauf, dass ihre Spinner aus einem Kunststoffmaterial bestehen, das aus Maisstärke gewonnen wird und daher nicht gesundheitsschädlich sei. Bei den Produkten aus China werde hingegen ein anderer Kunststoff verwendet.

    Bleibt noch die Frage, was passiert, wenn das Geschäft mit den Fidget Spinnern noch stärker abflaut. „Wir haben schon einen Plan B in der Tasche und arbeiten an einer neuen Idee“, sagt Kroonder. Er und Heronimus wollen sich aber nicht tiefer in die Karten schauen lassen, welches Produkt sie künftig auf den Markt bringen wollen. „Es hat aber nichts mit der Spielzeugbranche zu tun. Mit dem 3-D-Drucker ist man zum Glück ja sehr flexibel“, sagt Heronimus.

    Von unserem Redakteur Axel Munsteiner
    Idar-Oberstein Birkenfeld
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