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    Hoppstädten-Weiersbach

    Spatenstich: Baubeginn am Hauptquartier der Weltfabrik

    Am Anfang stand eine Idee, dann zogen chinesische Geschäftsleute mit ihren Familien in die ehemalige Housing der US-Armee in Neubrücke ein. Direkt neben dem Umwelt-Campus Birkenfeld entstand binnen kürzester Zeit der "Oak Garden" (Eichengarten), in dem mittlerweile 155 Unternehmen arbeiten und Steuern zahlen. Klar, dass es dort längst zu eng geworden ist. Am Freitag erfolgte daher der Spatenstich zu einem Projekt, das die chinesischen Investoren, die unter dem Namen ICCN (International Commercial Center Neubrücke) firmieren, ohne jeden Anflug von Untertreibung "Hauptquartier der Weltfabrik" nennen. Damit will man nicht nur weitere Firmen aus China, sondern aus ganz Ostasien und der restlichen Welt anlocken. Am Ende soll in Neubrücke das größte chinesische Businesscenter in ganz Europa stehen. Getragen wird das Projekt von einer Aktiengesellschaft, die unter CCN firmiert.

    Der erste Spatenstich am International Commercial Center Neubrücke ist erfolgt: In direkter Nachbarschaft zum Umwelt-Campus Birkenfeld soll hier in den kommenden Jahren das größte chinesische Businesscenter in ganz Europa entstehen. Foto:  Reiner Drumm
    Der erste Spatenstich am International Commercial Center Neubrücke ist erfolgt: In direkter Nachbarschaft zum Umwelt-Campus Birkenfeld soll hier in den kommenden Jahren das größte chinesische Businesscenter in ganz Europa entstehen.
    Foto: Reiner Drumm

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

     

    Im ersten Bauabschnitt entstehen an der Zufahrt zum Campus (Neubrücker Straße) bis Ende nächsten Jahres zunächst drei Gebäude mit mehr als 100 Büro- und Ausstellungsräumen, erläuterte der Waldmohrer Generalunternehmer Karl-Heinz Peter, der mit seiner Firma M.I.E. den Zuschlag erhielt, gegenüber der NZ. Bis zu 15 weitere sind in der Planung für die kommenden Jahre. Alleine für den ersten Bauabschnitt liegt das Investitionsvolumen bei rund 6,5 Millionen Euro. Für die Investoren aus China gehe mit dem Projekt ein "Traum von einer neuen Heimat und wirtschaftlicher Stabilität" in Erfüllung, sagte die Geschäftsführerin der CCN AG, Jane Hou, in ihrer Ansprache vor den zahlreichen Gästen. Sie ist davon überzeugt, dass das neue Projekt ICCN mindestens ebenso erfolgreich wird wie der Oak Garden. Damit werde es auch zur "Belebung der Region beitragen", ist Jane Hou überzeugt. Schon jetzt zahlen die chinesischen Geschäftsleute jährlich Steuern "im unteren siebenstelligen Bereich", wie Hous Geschäftsführerkollege Andreas Scholz unlängst im Kreistag verriet.

    Dass das Projekt längst nicht nur monetär positive Auswirkungen hat, unterstrich Birkenfelds Bürgermeister Bernhard Alscher in seiner Rede: "Wir haben in der Kindertagesstätte Neubrücke 16 chinesische Kinder, 20 in den Grundschulen Hoppstädten und Birkenfeld und 26 auf dem Gymnasium." Ohne die chinesischen Familien seien einige der kommunalen Einrichtungen längst nicht mehr zu halten. Die Integration gerade der Kinder und Jugendlichen funktioniere dabei hervorragend, unterstrich der Verwaltungschef, der auch hervorhob, dass seine Verwaltung mit schnell erteilten Bauanträgen zum Erfolg der bisherigen Projekte beigetragen habe.

    Der Kreisbeigeordnete Peter Simon, der den kurzfristig erkrankten Landrat vertrat, gestand ein, dass manch einer im Landkreis die Dimension der chinesischen Pläne wohl nicht erkannt oder den Plänen eher skeptisch gegenübergestanden habe: "Mittlerweile glaube ich aber, dass dies hier tatsächlich die ,Weltzentrale' werden wird." Der Nationalparklandkreis Birkenfeld stehe damit an der Spitze der Bewegung, was den deutsch-chinesischen Handel angehe. In einer ersten Belegungsphase sollen nach der Fertigstellung der drei Gebäude mindestens 100 weitere Firmen einziehen, die ersten Verträge seien bereits in China unterzeichnet worden, wie der geschäftsführende CCN-Vorstand (CEO) Gao Shang erläuterte, der beim anschließenden symbolischen Spatenstich selbst mit Hand anlegte. Anders als im Oak Garden werden im neuen Komplex nicht nur reine Büro-, sondern auch moderne Ausstellungsräume entstehen, gab Oak-Garden-Pionier Andreas Scholz einen Einblick ins Innenleben der "Weltfabrik".

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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