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    Birkenfeld

    Neues Gewebegebiet in der Brückener Straße: Birkenfeld schafft Platz für ansiedlungswillige Firmen

    Die Stadt greift auf seit vier Jahren fertig in der Schublade liegende Pläne zurück, weil sie die Gelegenheit als günstig ansieht, Platz für die Ansiedlung neuer Firmen in Birkenfeld zu schaffen. Deshalb hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Erschließung des Gewerbegebiets Dickenstein gegeben. Die mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 458.000 Euro veranschlagten Arbeiten dafür sollen ab August beginnen.

    Erstrecken wird sich das neue Gewerbegebiet gemäß der von Karl-Heinz Schäfer vom Ingenieurbüro für Umwelt und Tiefbau vorgelegten Entwurfsplanung über eine Fläche von circa 21.300 Quadratmetern. Diese liegt direkt am Stadtausgang auf der rechten Seite der Landesstraße 167 nach Brücken und oberhalb des Geländes der Straßenmeisterei. Um zum Gewerbegebiet zu gelangen, muss nach einer Forderung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Bad Kreuznach für den aus Richtung Saarland und Brücken kommenden Verkehr eine Linksabbiegespur auf der L 167 eingerichtet werden.

    110 Meter lange Zufahrtsstraße

    Von dort geht es dann über eine neue, sechs Meter breite und rund 110 Meter lange Zufahrtsstraße auf das Gelände. An deren Ende wird eine Wendeschleife gebaut. Da das Areal des Gewerbegebiets laut Schäfer ein Gefälle von etwa 9 Prozent hat, sollen bei der Erschließung größere Erdmassen bewegt werden, ohne dass diese dann weit abtransportiert werden müssen. Denn was an Material im höher gelegenen westlichen Bereich abgetragen wird, wird im tiefer gelegenen östlichen Teil des Gewerbegebiets direkt wieder eingebaut. Für welchen Quadratmeterpreis die Stadt die Flächen den potenziell ansiedlungswilligen Firmen anbieten wird, ist noch offen. „Darüber müssen wir uns im Rat noch unterhalten. Wir müssen bei der Festlegung der Beträge natürlich auch den Vergleich mit den Mitbewerben, zum Beispiel dem Gewerbegebiet in Hoppstädten, im Auge behalten“, sagt Bürgermeister Miroslaw Kowalski (CDU).

    Ein Interessent ist schon da

    Nach seiner Auskunft gibt es zumindest einen Betrieb, der bereits Interesse an einer Ansiedlung signalisiert hätte und eine Fläche von 6000 Quadratmetern belegen würde. „Ob er tatsächlich kommt, wissen wir aber noch nicht“, betonte Kowalski im Rat. Die Stadt hatte zuletzt noch zwei Grundstücke an Firmen im Haidweg verkauft. Ihr fehlen nun aber freie Gewerbeflächen. Im Sommer 2016 hatte der Rat die bis dahin für diesen Zweck bestimmten Festsetzungen des Bebauungsplans im Bereich Brauneberg endgültig aufgehoben.

    Das Gelände in der Nähe der Kreisstraße nach Dambach und hinter den Firmen Walter Werner und Voestalpine war einst als großflächiges Industriegebiet vorgesehen. Dieser „große Wurf“, so hatte es voriges Jahr Kai Kämmerling von der VG-Bauverwaltung formuliert, ließ sich aber mangels Interesse von Firmen an diesem Standort nicht umsetzen. Eine Rolle könnte dabei möglicherweise der zwischenzeitlich erfolgte Bau einer Biogasanlage in diesem Bereich gespielt haben.

    Die Stadt hat außerdem von der Erschließung eines Gewerbegebiets am Brauneberg Abstand genommen, weil dies eventuell die weitere Entwicklung der am Dambacher Weg beheimateten Stefan-Morsch-Stiftung eingeschränkt hätte. Deshalb wurde der Brauneberg voriges Jahr vom Rat, was den Bebauungsplan angeht, in ein Sondergebiet mit den Zweckbestimmungen „gesundheitsaffine Nutzungen“ und „Reha-Zentrum“ umgewandelt (die NZ berichtete).

    An der Landesstraße nach Brücken entsteht nun ein im Vergleich zu den einstigen großräumigen Planungen am Brauneberg kleiner dimensioniertes Gewerbegebiet. Im Stadtrat gab es in der jüngsten Sitzung aber große Einigkeit, dass die Bereitstellung von Flächen für neue Firmen sinnvoll und wichtig ist. Das betonten sowohl die Fraktionssprecher von CDU, SPD und BFL (Christine Tholey-Martens, Hans-Peter Lampel und Gerd Schwabe) als auch Birgit Thesen von der Bürgern für Birkenfeld (BfB).

    Letztere erinnerte in diesem Zusammenhang aber auch daran, dass man die mögliche gewerbliche Nutzung der Heinrich-Hertz-Kaserne nicht aus den Augen verlieren dürfe. Denn die letzten Bundeswehrsoldaten werden noch dieses Jahr das Gelände verlassen. Dessen Eigentümerin ist jedoch nicht die Stadt, sondern die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).

    Beigeordneter sieht großen Bedarf

    Eine klare Lanze für das Vorhaben in der Brückener Straße brach zudem Holger Noß (SPD), der nicht nur Stadtratsmitglied, sondern auch Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde ist. „Wir haben jahrelang Gewerbegebiete wie Sauerbier anpreisen müssen. Inzwischen können wir aber feststellen, dass in der VG Bedarf da ist, neue Flächen anzubieten. Offenbar profitieren wir von der Nähe der Autobahn, und deshalb müssen wir als Stadt schauen, dass wir nicht den Anschluss verlieren, sondern die Gunst der Stunde nutzen“, sagte Noß.

    Von unserem Redakteur
    Axel Munsteiner
     

     

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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