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Idar-Oberstein

Mit gestohlener Kreditkarte Schmuck gekauft: 23-Jähriger vor Gericht

Ein Teil der Schulden ist getilgt: Noch während der Verhandlung gegen ihn und zwei weitere Männer gab der Hauptangeklagte im großen Saal des Amtsgerichts einem Idarer Juwelier 470 Euro, die restlichen 800 will er bis zum voraussichtlich letzten Verhandlungstag am 6. Februar begleichen.

Foto: picture alliance / dpa

Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Dahmer

1270 Euro: So viel war der Schmuck wert (einen Ring abgezogen, den der Geschädigte später von der Polizei zurückbekam), den der 23-Jährige Angeklagte dem Juwelier mit einer gestohlenen Kreditkarte bezahlt hatte. Die Karte war zwar schon vom rechtmäßigen Eigentümer gesperrt worden, aber im Juweliergeschäft fiel es erst auf, als der Täter zusammen mit einem gleichaltrigen Kumpel schon aus der Tür waren. Ein paar Tage später kamen die beiden und ein weiterer junger Mann noch einmal: Sie wollten wieder mit der gesperrten Kreditkarte bezahlen.

Der 80-jährige Juwelier erkannte sie wieder, rief die Polizei, verfolgte sie bis zu einer Spielhalle in Idar. Dort waren sie zwar schon durch eine Hintertür verschwunden, doch der Polizei entkamen sie nicht. Seit voriger Woche wird gegen drei Angeklagte wegen einer Reihe von Delikten verhandelt. Unter anderem soll der Hauptangeklagte in eine Tankstelle in Birkenfeld eingebrochen sein (die NZ berichtete).

Auch der Diebstahl einer Kreditkarte und der Ankauf und versuchte Ankauf von Schmuck mit der Karte Ende Juli 2013 gehört zum Paket von Vorwürfen. In dieser Woche wurden der Jäger, dem die Kreditkarte und einige andere, zum Teil wertvolle Dinge aus seinem Auto gestohlen wurden, und drei Schmuckhändler als Zeugen vernommen: Jener Juwelier, der die Täter bis zur Spielhalle verfolgte, sein Bruder, der Miteigentümer des Geschäfts ist, und ein Schmuckhändler, der einen Laden in der Nähe der beiden betreibt und bei dem ebenfalls drei junge Männer auftauchten. Einer täuschte vor, er sei der Sohn eines bekannten Bauunternehmers und wollte einen teuren Herrenring kaufen.

Als der Händler merkte, dass die Karte gesperrt war, sortierte er den Ring wieder in seine Auslage ein. Dieser dritte Händler konnte vor Gericht nicht mit Gewissheit sage, ob die Angeklagten die jungen Männer waren, die bei ihm Schmuck kaufen wollten. Der Juwelier, der die Täter bis zur Spielhalle verfolgte, war sich allerdings sicher, in zwei der Männer an den Anklagetischen seine Besucher vom Juli 2013 wiederzuerkennen. Der dritte wurde von keinem der Zeugen identifiziert.

Der Hauptangeklagte bestreitet auch nicht, dass er bei dem 80-Jährigen Schmuck mit der geklauten Kreditkarte erworben hatte. Die Preziosen verkaufte er später am Börsenhochhaus, 300 bis 400 Euro habe er dafür bekommen, erklärte der Angeklagte schon am ersten Verhandlungstag. Jetzt muss er den vollen Schaden begleichen, 1270 Euro.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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