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    Morbach

    Ist synthetisches Erdgas die Lösung?

    Wie könnte Gas aus Wind- und Sonnenenergie am sinnvollsten gelagert und eingesetzt werden? Damit setzt sich die Morbacher Energielandschaft in einer Pilotstudie auseinander. 40 000 Euro Förderung erhält die Hunsrück-Gemeinde dafür vom Land Rheinland-Pfalz.

    Von unserer Mitarbeiterin Hannah Schmidt

    Morbach - Hoch ragen sie über den Bäumen hervor - die 14 Windräder der Morbacher Energielandschaft. Doch nicht bei jedem Wind und Wetter können die Riesen auch Strom produzieren. Es stellt sich also die Frage, wie die Ökoenergie gespeichert werden kann, um sie so auch in Zeiten mit wenig Sonne und Wind nutzen zu können. Ein Knackpunkt bei der Energiewende, die die rot-grüne Landesregierung in Rheinland-Pfalz bis 2030 zu 100 Prozent vollzogen haben möchte..

    Um dieses Problem zu lösen, war in Morbach 2011 für einige Wochen eine kleine Power-to-Gas-Pilotanlage mit 25 Kilowatt Leistung stationiert. In dieser Testphase wurden Kohlendioxid aus einer Biogasanlage sowie Wasserstoff mit Hilfe von Ökostrom in synthetisches Erdgas umgewandelt, das wiederum gespeichert werden kann. Die Versuche seien erfolgreich gewesen, sagt Michael Grehl von der Morbacher Verwaltung.

    Nun will die Gemeinde gemeinsam mit Experten des Umweltcampus Birkenfeld, der Firma Juwi sowie der Energieagentur Region Trier einen Schritt weitergehen. In einer Pilotstudie soll erforscht werden, wie das gewonnene Gas am besten genutzt werden kann. Für die Zukunft wäre eine große Power-to-Gas-Anlage mit einer Leistung von mindestens 250 Kilowatt in der Energielandschaft denkbar. Derzeit sind die Anlagen laut Grehl noch nicht serienreif.

    Das Modellprojekt ist eines von zehn in Rheinland-Pfalz zur Erforschung erneuerbarer Energien auf ehemaligen militärischen Liegenschaften. Weitere 10 000 Euro steuert Morbach selbst bei.

    Wie viel Gas ist zu erwarten? Wie könnte es genutzt werden? Das sind die Fragen, die die Gemeinde besonders interessieren. "Das Gas könnte wieder zu Strom gemacht werden oder aber die nahe gelegenen Häuser in einem Nahwärmenetz direkt versorgen", zählt Grehl Möglichkeiten auf. Auch wäre ein Blockheizkraftwerk vorstellbar, das mit Gas betrieben werden könnte und mit dessen Wärme Schulen oder das Schwimmbad geheizt werden könnten. Laut Grehl ist das Ziel der Studie herauszufinden, welche Lösung umsetzbar und am effektivsten ist.

    Ein bis zwei Jahre Laufzeit sind geplant. Die Speichfrage habe derzeit höchste Priorität, weiß Grehl. Er geht davon aus, dass die Studie auch für andere Gegenden von Bedeutung sein wird - "überall dort, wo ein neuer Windpark entsteht".

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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